Koreakrieg
| Koreakrieg 1950–1953 | |||||||
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| Teil von: Kalter Krieg | |||||||
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Der Koreakrieg war eine Auseinandersetzung zwischen Truppen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) zusammen mit der Volksrepublik China auf der einen Seite und der Republik Korea (Südkorea) zusammen mit Truppen der Vereinten Nationen, vor allem der USA, auf der anderen Seite. Beide koreanische Regime, die aus der amerikanischen und der sowjetischen Besatzungszone hervorgegangen waren, verstanden sich als einzige rechtmäßige Regierung in der Nachfolge des 1910 von Japan annektierten Kaiserreichs Korea und beide wollten die nationale Wiedervereinigung unter ihrer eigenen Führung erzwingen.
Als am 25. Juni 1950 in diesem nationalen Konflikt nordkoreanische Truppen angegriffen hatten, leisteten zunächst amerikanische Streitkräfte unter General MacArthur den südkoreanischen Truppen die erbetene Hilfe. Nachdem außerdem noch UN-Truppen, deren Aufstellung der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ohne Zustimmung der UdSSR und der VR China ermächtigt hatte, unter seinen Befehl gestellt wurden, erweiterte sich die bewaffnete Auseinandersetzung zum Krieg unter internationaler Beteiligung.
Nachdem die UN-Truppen zunächst bis auf einen Brückenkopf um Busan im Süden der koreanischen Halbinsel zurückgedrängt worden waren, stießen sie in einer Gegenoffensive über die Demarkationslinie hinaus bis zur chinesischen Grenze im Norden vor. Dieser Versuch, nordkoreanisches Gebiet zu erobern, war allerdings durch die Resolutionen des Sicherheitsrates, die nur zur Verteidigung Südkoreas ermächtigten, nicht gedeckt, und mit dem Vorstoß bis an die Grenze zu China und zur Sowjetunion verstieß MacArthur außerdem gegen Befehle der amerikanischen Regierung selbst, die einen direkten Zusammenstoß vermeiden wollte.
Als sich die UN-Truppen unter Führung MacArthurs gegen Ende Oktober 1950 dem nordkoreanisch-chinesischen Grenzfluss Yalu näherten, griffen auf der Gegenseite schließlich auch chinesische „Freiwilligenverbände“ in das Kampfgeschehen ein, woraufhin MacArthur die Befugnis einforderte, China mit Atombomben anzugreifen. Stattdessen aber wurden die UN-Truppen durch die chinesischen Verbände wieder zurückgeworfen, woraufhin sich ein Stellungskrieg am 38. Breitengrad entwickelte und MacArthur im April 1951 durch Präsident Truman im Oberbefehl abgelöst wurde.
Nach zweijährigen Verhandlungen wurde am 27. Juli 1953 ein ohne Beteiligung der UN ausgehandeltes Waffenstillstandsabkommens geschlossen, das den status quo ante weitgehend wiederherstellte. Bis dahin waren 940.000 Soldaten und etwa drei Millionen Zivilisten getötet worden. Beinahe die gesamte Industrie des Landes wurde zerstört. In den Jahren nach Kriegsende stand wie vor dem Krieg die Wiedervereinigung auf der internationalen politischen Agenda. Die völkerrechtliche Anerkennung Nordkoreas bzw. ein Friedensvertrag standen für die USA und ihre Verbündeten nicht zur Debatte, denn die USA hatten bereits 1949 Südkorea als einzige rechtmäßige Regierung Koreas anerkannt. Am 27. Oktober 1953 schlossen die USA einen bilateralen Pakt mit Südkorea, in dem sie sich zum militärischen Beistand verpflichtete. Die Wiedervereinigung Koreas auf dem Verhandlungsweg scheiterte auf der Genfer Außenministerkonferenz im April 1954. Nordkorea forderte Wahlen in ganz Korea, während Südkorea darauf bestand, nur Nordkorea solle Wahlen durchführen.
Letzten Endes verfestigte der Krieg die Teilung Koreas, die aus der Besetzung durch sowjetische und amerikanische Truppen im Zuge der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg entstanden und ursprünglich als provisorische Lösung gedacht war (siehe dazu auch Korea-Konflikt). Chinesische Truppen blieben bis 1958 in Nordkorea, die amerikanischen Truppen sind bis heute in Südkorea stationiert.
Mit dem Eingreifen der USA und Chinas bekam der Krieg die Rolle eines Stellvertreterkrieges und zeigte auch die endgültige Spaltung der ehemaligen Alliierten des Zweiten Weltkrieges in die kommunistischen Staaten China und Sowjetunion auf der einen Seite sowie die kapitalistischen Staaten unter Führung der USA auf der anderen. Die Furcht vor einem ähnlichen Angriff von Roter Armee und DDR in Europa führte wenige Wochen nach Ausbruch des Koreakrieges zum Entschluss, eine westeuropäische Armee unter Beteiligung von Truppen aus der Bundesrepublik Deutschland aufzustellen.
In Südkorea wird der Krieg üblicherweise schlicht „6·25“ genannt, was sich auf das Datum des Ausbruchs bezieht (vgl. Bezeichnung 9/11 für das Attentat auf die World Trade Center 2001 in New York). Seltener findet man die formelle Bezeichnung „Koreakrieg“ (Hanguk jeonjaeng 한국 전쟁 / 韓國戰爭). In Nordkorea wird er üblicherweise als „Vaterländischer Befreiungskrieg“ (Choguk haebang chŏnjaeng 조국해방전쟁) bezeichnet. In den USA wurde er offiziell nur „Korean Conflict“ (Koreanischer Konflikt) genannt und als Polizeiaktion deklariert, vor allem, um eine Kriegserklärung zu vermeiden. In China hieß er offiziell „Krieg zum Widerstand gegen die USA und zur Hilfe für Korea“ (chinesisch 抗美援朝戰爭 / 抗美援朝战争 Kàngměiyuáncháo zhànzhēng), heute häufig auch einfach „Koreakrieg“ (chinesisch 朝鮮戰爭 / 朝鲜战争 Cháoxiǎn zhànzhēng). Oft wird der Koreakrieg auch als „vergessene[r] Krieg“ bezeichnet, da er zu den großen Konflikten des 20. Jahrhunderts zählt, aber trotzdem selten genannt wird.[2]
Vorgeschichte
Ab 1894 war das Kaiserreich Korea unter die Vorherrschaft Japans geraten und 1910 von Japan annektiert worden. Nach der Kapitulation Japans 1945 wurde Korea unter den Siegermächten in zwei Besatzungszonen geteilt. Das Gebiet nördlich des 38. Breitengrades wurde von der Sowjetunion und das südliche Gebiet von den Vereinigten Staaten von Amerika besetzt. Die Alliierten hatten auf der Konferenz von Jalta beschlossen, dass Korea ein vereinigtes, unabhängiges Land unter einer gewählten Regierung werden sollte, legten jedoch keine Details fest. Nachdem der Kalte Krieg begonnen hatte, wollten beide Seiten diesen Beschluss nicht mehr ausführen. Der 38. Breitengrad wurde zur Demarkationslinie.
Die UNO, die zu diesem Zeitpunkt den USA nahestand, übernahm am 14. November 1947 das Mandat für die Wiedervereinigung. Die USA führten am 10. Mai 1948 unter Aufsicht der UNO Wahlen durch, aber mangels Kooperation der Sowjetunion nur im Süden. Aus diesen ging der aus dem Exil in den USA zurückgekehrte Rhee Syng-man als Sieger hervor. Von manchen Beobachtern wurde die Wahl als unfair oder gefälscht bezeichnet. Rhee Syng-man übernahm die Regierungsgeschäfte von den USA am 13. August 1948 und rief am 15. August die Republik Korea aus. Als Reaktion proklamierte der von den Sowjets geförderte Kim Il-sung am 9. September die Demokratische Volksrepublik Korea. Kim Il-sung galt nach westlichen Maßstäben als Diktator. Auch der proamerikanische und antikommunistische Rhee Syng-man zeigte autokratische Tendenzen. Es gab auch eine wahrnehmbare Opposition.
Die USA sahen die kommunistischen Staaten dieser Zeit als einen von der Sowjetunion geführten Block und nahmen an, dass Nordkorea als deren Spielfigur den Krieg suchte. Heute wird auf Grundlage der geöffneten Archive Russlands hingegen vor allem Kim Il-sung als die treibende Kraft gesehen, der den zögerlichen Josef Stalin überzeugte, das Risiko einzugehen – und Stalin auch gegen Mao ausspielte. Sowohl die Demokratische Volksrepublik Korea als auch die Republik Korea sahen sich als Vertretung des ganzen Landes und wollten es unter dem jeweils eigenen System vereinigen. Beide Seiten suchten die Eskalation, wodurch es bereits vor dem Krieg immer öfter zu Scharmützeln an der Demarkationslinie kam.
Anfang 1949 versuchte Kim Il-sung, Stalin zu überzeugen, dass die Zeit für eine konventionelle Invasion des Südens gekommen sei. Stalin lehnte jedoch ab, da die nordkoreanischen Truppen noch recht schlecht ausgebildet waren und er die Einmischung der USA fürchtete. Im Laufe des Jahres wurde die nordkoreanische Armee zu einer offensiven Organisation nach dem Vorbild der Sowjetarmee geformt und mit Waffen aus der Sowjetunion ausgerüstet. 1950 war Nordkorea dem Süden in jeder Waffengattung deutlich überlegen.
Am 12. Januar 1950 sagte der US-Außenminister Dean Acheson dem National Press Club, dass die Verteidigungslinie der USA von den Alëuten über Japan, den Ryūkyū-Inseln bis zu den Philippinen führen würde. Mit diesem „defensive perimeter” sagte er indirekt aus, dass die USA nicht um Korea kämpfen würden. Diese wohl unbedachte Äußerung ermutigte Nordkorea und die Sowjetunion, den Konflikt zu suchen. Bei einem Besuch Kims im März/April 1950 in Moskau genehmigte Stalin die Invasion.
Die Wiedervereinigungspolitik Südkoreas trug wegen ihrer Aggressivität erheblich zum Kriegsausbruch bei. Rhee Syng-man stammte aus der von den Japanern 1910 abgesetzten Joseon-Dynastie Koreas und war ein früher Vertreter des nationalistischen Widerstands gegen die Japaner.
Die Intervention der Volksrepublik China in den Koreakrieg passt in ein traditionelles historisches Muster: die Suzeränität Chinas über Korea bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Nordkoreanische Invasion
Kriegsbeginn am 25. Juni 1950
Am 25. Juni 1950 überschritten die Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee nach abwechselnden Grenzverletzungen beider Konfliktparteien die Grenze. Nordkoreanische Flugzeuge attackierten den von den USA aufgebauten Luftwaffenstützpunkt Gimpo und zerstörten eine Douglas C-54 der US Air Force am Boden. Am 25. Juni leitete der US-Botschafter in Südkorea, John J. Muccio, ein Hilfegesuch zur Unterstützung Südkoreas an US-Präsident Harry S. Truman weiter, der die Luftunterstützung durch die US-Luftwaffe und die Verlegung von Waffen und Munition anordnete. Der US-amerikanische Generalmajor Earle E. Partridge (USAF), Kommandeur der 5. US-Luftflotte, befahl die sofortige Luftevakuierung von US-Bürgern aus Südkorea und erhöhte die Luftüberwachung in der Koreastraße. Die 11. US-Luftflotte setzte zwei Staffeln von Abfangjägern in Japan in Alarmbereitschaft.
Der Koreakrieg löste größte Beunruhigung aus und viele fürchteten einen Dritten Weltkrieg. In Deutschland kam es zu einer Notbevorratungswelle.
26. Juni
Die Nordkoreaner eroberten die südkoreanischen Städte Chuncheon, Pocheon und Dongducheon. Die 7. US-Flotte wurde von den Philippinen nach Südkorea beordert. Die südkoreanische Luftwaffe erhielt von den USA zehn Jagdflugzeuge vom Typ F-51 als Ergänzung zu den bestehenden AT-6. Die US-amerikanischen Far East Air Forces schafften von mehreren Stützpunkten in Asien eilig zahlreiche Militärflugzeuge vom Typ C-47 Skytrain und C-54 Skymaster in die Krisenregion, um die Luftevakuierung zu unterstützen. Im Hafen von Incheon konnten sich 682 Menschen an Bord des norwegischen Handelsschiffs „Reinholt“ retten und wurden unter dem Geleitschutz des US-Zerstörers USS De Haven (DD-727) nach Sasebo in Japan evakuiert.
Verurteilung durch den UN-Sicherheitsrat
Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den „Bruch des Friedens“ durch Nordkorea und autorisierte mit der Resolution 85 ein militärisches Eingreifen durch UNO-Truppen. Der vetoberechtigte sowjetische Vertreter, der auch Vertreter Chinas in der UN war, hatte aus Protest gegen die Anerkennung Taiwans als Vertreter Chinas die Sitzung boykottiert. 16 Mitgliedsländer schickten Truppen oder Sanitätspersonal, etwa 90 % der Soldaten kamen aus den USA. Das Oberkommando erhielt der US-amerikanische General Douglas MacArthur. Präsident Truman hatte bereits ohne Einwilligung der UNO Besatzungstruppen aus Japan nach Südkorea verlegt.
Weiterer Vormarsch Nordkoreas
27. Juni
US-General Douglas MacArthur ordnete Luftangriffe auf nordkoreanische Streitkräfte südlich des 38. Breitengrades an. Die gut gerüsteten Nordkoreaner zwangen die südkoreanischen Truppen allerdings trotz der Luftangriffe der US Air Force zum Rückzug. Mit mehreren Transportmaschinen der Typen C-46, C-47 und C-54 evakuierten die USA von den Luftwaffenstützpunkten Gimpo und Suwon insgesamt 748 Personen unter dem Schutz von F-82- und F-80-Kampfflugzeugen nach Japan. Zunehmend versuchte die USAF die Luftherrschaft über Südkorea zu erlangen, um die Evakuierungsmaßnahmen abzusichern und um Luftunterstützung für die südkoreanischen Streitkräfte zu geben. Bei den Angriffen Nordkoreas auf die Luftwaffenstützpunkte Gimpo und Suwon konnten amerikanische F-82-Jagdflugzeuge sieben nordkoreanische Propellerflugzeuge abschießen. Von der US Air Base im japanischen Ashiya starteten B-26-Bomber der 5. US-Luftflotte zu Angriffen auf feindliche Ziele in Südkorea. Aufgrund schlechten Wetters und der längeren Flugzeit erwiesen sich diese aber als ineffektiv. Im japanischen Itazuke wurde daraufhin ein weiteres Hauptquartier etabliert und von der Itazuke AB starteten RF-80-Flugzeuge nach Südkorea. Erstmals starteten auch Langstreckenbomber vom Typ B-29 Superfortress von der Kadena Air Base auf Okinawa zu Angriffen auf die Versorgungslinien der nordkoreanischen Volksarmee. Die letzten 857 US-Bürger wurden mit Militärtransportflugzeugen aus Südkorea ausgeflogen. Mit einer Luftbrücke flog die USAF 150 Tonnen Munition vom Luftwaffenstützpunkt im japanischen Tachikawa nach Suwon.
28. Juni
Seoul wurde am 28. Juni von Nordkorea erobert und die Regierung musste zunächst nach Daejeon fliehen. Auch der Marinestützpunkt Mukho bei Donghae wurde erobert. 20 US-amerikanische B-26 griffen die Bahnlinie zwischen Munsan und Pongdong am 38. Breitengrad an.
29. Juni
General MacArthur befahl General George E. Stratemeyer, Kommandeur der Far East Air Force (FEAF), die Luftangriffe auf die Brücken über den Hangang (Han-Fluss) zu konzentrieren und auf nordkoreanische Truppenansammlungen nördlich des Flusses. Erstmals wurden dabei auch durch F-82-Flugzeuge Napalm-Kanister abgeworfen. MacArthur befahl zudem den ersten Luftangriff von 18 B-26-Bombern auf den nordkoreanischen Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Pjöngjang.
30. Juni
US-Präsident Truman befahl den Einsatz von US-Bodentruppen in Korea und eine Seeblockade von Nordkorea. Mit der 77. Royal Australian Air Force (RAAF) Squadron griff Australien aktiv in den Krieg ein, um die 5. US-Luftflotte zu unterstützen. Unterdessen konnten die nordkoreanischen Truppen im Osten Samcheok einnehmen, im Westen konnte die 6. nordkoreanische Division den Hangang überqueren und weiter nach Süden vordringen.
1. Juli
Am 1. Juli fiel die strategisch wichtige Stadt Suwon an Nordkorea. Die USA begannen als ersten Teil der „Task Force Smith“ mit der Verlegung der 24. US-Infanteriedivision von Itazuke nach Busan. Die Soldaten waren die ersten US-Einheiten, die an den Kampfhandlungen des Koreakriegs beteiligt waren und erlitten in den folgenden Wochen hohe Verluste. Der damalige kommandierende General der Division, Generalmajor William F. Dean geriet im Juli 1950 in nordkoreanische Gefangenschaft.
6. Juli
Neun amerikanische B-29-Bomber griffen die Ölraffinerie Wŏnsan und die chemische Industrie in Hŭngnam in Nordkorea an.
10. Juli
Die 25. US-Infanteriedivision unter Generalmajor William B. Kean wurde mit ihren drei Regimentern (24., 27. und 35. Infanterieregiment) bis zum 18. Juli nach Busan verlegt und verstärkte die Verteidigungspositionen der südkoreanischen Armee an den zentralen Gebirgspässen.
15. Juli
Die 1. US-Kavalleriedivision führte eine amphibische Landung bei Pohang durch. Bis zum 22. Juli wurden drei Regimenter zur Sperrung des Korridors zwischen Daejeon und Daegu eingesetzt.
24. Juli
Die südkoreanische Armee restrukturierte sich in zwei Korps und fünf Divisionen. Das I. Korps umfasste die 8. Infanteriedivision und die Hauptstadtdivision, das II. Korps umfasste die 1. und die 6. Infanteriedivision. Eine wiedergegründete 3. Infanteriedivision unterstand direkt dem Oberkommando der südkoreanischen Streitkräfte. Das Hauptquartier des II. Korps befand sich bei Hamchang, wobei sich die 1. und 6. Infanteriedivision in west-östlicher Linie davor befanden. Das I. Korps hatte sein Hauptquartier bei Sangju mit der 8. Infanteriedivision und der Hauptstadtdivision ebenfalls in west-östlicher Linie davor. Die 3. Infanteriedivision operierte an der Ostküste Südkoreas. Durch die große Zahl an Rekruten und Nachschub konnte die südkoreanische Armee ihre Vorkriegsstärke von etwa 95.000 Soldaten wieder erlangen.
Busan-Front und Landung in Incheon
Im September 1950 kontrollierte die nordkoreanische Volksarmee das ganze Land bis auf ein kleines Gebiet im Südosten um Busan. Die Front um das heute Busan-Perimeter genannte Gebiet lief von Masan nach Norden, ließ Daegu unter südkoreanischer Kontrolle und bog hier nach Osten ab bis zur Küste kurz unter Pohang. Mit der Versorgung und der Luftunterstützung der USA konnten die Südkoreaner ihre Lage stabilisieren.
Im September 1950 wurde nach der Landung bei Incheon Seoul von den Amerikanern zurückerobert. Mit der Landung im Rücken der Front war die Nachschublinie der Nordkoreaner schlagartig durchschnitten und der gleichzeitige Gegenangriff der 8. US-Armee und südkoreanischer Streitkräfte aus dem Busan-Brückenkopf brachte die nordkoreanischen Streitkräfte in eine schwierige Lage. Die eben noch siegreichen Truppen, die sich in einem energisch geführten Angriff gegen den UN-Brückenkopf verausgabt hatten, wurden zersprengt, gefangengenommen oder getötet. Der Angriff wurde mit Unterstützung südkoreanischer Verbände bis Pjöngjang vorangetrieben. In weiten Gebieten Südkoreas waren zu dieser Zeit noch versprengte nordkoreanische Soldaten als Partisanen aktiv. Der folgende blutige Guerillakrieg forderte zahllose Opfer.
UN-Offensive und Unterstützung Nordkoreas durch die Volksrepublik China
Südkoreanische Truppen überschritten am 30. September den 38. Breitengrad. Die UN-Truppen erhielten erst am 7. Oktober die Erlaubnis, die Grenze zu überschreiten. Ziel war nunmehr die Wiedervereinigung Koreas. Die Sowjetunion entsandte ab Oktober einige Jagdfliegereinheiten mit Flugzeugen vom Typ MiG-15 nach Nordkorea und die Piloten flogen in chinesischen Uniformen und unter koreanischen Hoheitszeichen Angriffe gegen US-Kampfflugzeuge.[3] Die von MacArthur geführten UN-Truppen erreichten im November den Fluss Yalu an der Grenze der Mandschurei. Die Chinesen wollten ein vereinigtes Korea unter amerikanischem Einfluss nicht dulden und griffen am 19. Oktober[4] mit einer zunächst 200.000 Soldaten umfassenden „Freiwilligenarmee” in Nordkorea ein. Am 25. Oktober lieferten sich chinesische Truppen das erste Gefecht mit südkoreanischen Infanteristen.[5] China war darauf bedacht, eine offizielle Einbeziehung zu vermeiden, wodurch der Charakter eines Stellvertreterkrieges verstärkt wurde. Vom 26. November bis 13. Dezember 1950 tobte die Schlacht um das Chosin-Reservoir, zugleich lief von der nordkoreanischen Hafenstadt Hŭngnam aus unter dem Schutz der US-Flotte eine amphibische Rückzugsoperation. Am 16. Dezember rief der amerikanische Präsident Truman den nationalen Notstand aus und prangerte in einer Rundfunkansprache die Versuche der Sowjetunion an, „eine freie Nation nach der anderen zu überwältigen“.[6]
Nordkoreanisch-chinesische Offensive im Frühjahr 1951
Am 1. Januar 1951 begannen 400.000 chinesische und 100.000 nordkoreanische Soldaten eine Offensive, der die 200.000 Soldaten der UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. Mit den US-Streitkräften flohen viele Zivilisten daraufhin in den Süden. Am 3. Januar 1951 wurde Seoul geräumt und in der Folge eine Verteidigungslinie zwischen dem Gelben Meer und dem Japanischen Meer gebildet. MacArthur verlangte nun den Abwurf von 34 Atombomben auf chinesische Städte, eine umfassende Seeblockade und den Einsatz nationalchinesischer Truppen.
Erst im März 1951 wurde Seoul wieder von UN-Truppen besetzt, ein Großteil der Einwohner war von den kombinierten chinesischen und nordkoreanischen Streitkräften verschleppt oder bei Widerstand ermordet worden. Die UN-Einheiten rückten wieder bis etwas über den 38. Breitengrad vor, der Krieg erstarrte hier in einem Stellungskrieg. Am 11. April 1951 entließ Truman General MacArthur und ersetzte ihn durch General Matthew B. Ridgway, weil er die Richtlinien der amerikanischen Regierung und der UN nicht rückhaltlos unterstützt habe. Truman war der Auffassung, dass die von MacArthur geforderte Ausweitung des Krieges gegen China den „falschen Krieg am falschen Ort, zur falschen Zeit mit dem falschen Gegner“ bedeute.
Schlacht von Heartbreak Ridge und Beginn des Stellungskrieges
Die letzte große und grausamste Schlacht des Krieges dauerte vom 13. September bis zum 15. Oktober 1951 und wurde als Schlacht von Heartbreak Ridge bekannt. Die hohen Verluste auf beiden Seiten ohne wesentliche Veränderung der strategischen Lage führten zum gegenseitigen Wunsch nach einem Waffenstillstand. In der verbleibenden Zeit bis zum Waffenstillstand wurde der Druck auf Nordkorea in Form eines von den UN sanktionierten Bombardements, ausgeführt von der US Air Force, stark intensiviert. Die UdSSR und China sollten so zu Zugeständnissen gezwungen werden. Die Luftangriffe verwüsteten Nordkorea weitgehend. Hunderttausende Zivilisten fielen Bomben und Napalm zum Opfer. Man geht von 500.000 bis 1.000.000 Opfern des Bombenkrieges im engeren Sinn aus, ohne die Verluste der Zivilbevölkerung infolge Hunger und Frost zu berücksichtigen. Genauere Statistiken liegen nicht vor, dennoch ist anzunehmen, dass mehr als 10 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung ums Leben kamen.
Waffenstillstand
Diplomatische Kontakte zwischen UdSSR und USA im Mai 1951 in New York führten am 10. Juli 1951 zu einem ersten Treffen in Kaesŏng in Nordkorea. Im Oktober wurden die Waffenstillstandsverhandlungen nach Panmunjeom verlegt, 62 Kilometer nordwestlich von Seoul, wo der Frontverlauf annähernd den 38. Breitengrad berührte. Während die Verhandlungen in einer neutralen Zone liefen, wurden die Kämpfe fortgesetzt. Eine Einigung scheiterte zunächst an der UNO-Forderung, dass Kriegsgefangene nicht gegen ihren Willen in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden dürfen. Für Truman wie für den südkoreanischen Staatschef Syngman Rhee war es ein Recht der gefangenen Chinesen und Nordkoreaner, sich gegen eine Zwangsrepatriierung zu entscheiden. Für Mao Tse-tung und Kim Il-sung war dies nicht akzeptabel. Erst am 30. März 1953 erklärte sich Außenminister Zhou Enlai bereit, alle Gefangenen, die keine Repatriierung wünschten, neutralen Schutzmächten zu übergeben.
Am 27. April 1953 setzen die USA eine Belohnung von 100.000 US-Dollar (damals 420.000 DM, in heutiger Kaufkraft 993.042 Euro) für den ersten Piloten eines kommunistischen Landes aus, der mit einer MiG-15 zu den amerikanischen Truppen flüchten würde. Amerikanische Ingenieure waren an der Technik dieses Flugzeuges interessiert. Das Angebot wurde mit Flugblättern bekanntgemacht, die über Nordkorea abgeworfen wurden. Am 21. September 1953 floh No Kum-Sok, ein Pilot der nordkoreanischen Luftwaffe mit einer MiG-15 nach Südkorea. Er wusste nichts von der Belohnung, bekam sie aber trotzdem ausgehändigt.
Nach weiteren verlustreichen Kämpfen und zähen Verhandlungen schlossen am 27. Juli 1953 die UNO und Nordkorea in Panmunjeom ein Waffenstillstandsabkommen. Es bestätigte im Wesentlichen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea und legte eine vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone entlang der Grenze fest.
Diese entmilitarisierte Zone wurde von einer Waffenstillstandskommission (Military Armistice Commission, MAC) verwaltet, mit alleiniger Autorität über diese.[7] Die Neutral Nations Supervisory Commission (NNSC) hatte die Überwachung zur Aufgabe, dass keine weiteren ausländischen Truppen und Militärgerät in Korea eingeführt werden.[8] Eine Neutral Nations Repatriation Commission war für die Repatriierung der Gefangenen verantwortlich.[9] Die bei beiden Kommissionen im Namen erwähnten neutralen Staaten (Schweden und die Schweiz für Südkorea, Polen und die Tschechoslowakei für Nordkorea) waren auf der entsprechenden Seite der Grenze stationiert. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden die Polen und Tschechen 1993 auf Veranlassung Nordkoreas abgezogen. Bis heute sind für die NNSC ständig je fünf schweizerische und schwedische Soldaten in Panmunjeom stationiert, Polen nimmt nur gelegentlich an Sitzungen – jetzt auch in Südkorea – wieder teil.[10]
Die US-Regierung unter Dwight D. Eisenhower wandte schließlich zwei Finten an, um auf die chinesische Kriegspartei einzuwirken. Einerseits erweckten sie den Eindruck, sie würden eine Invasion nationalchinesischer Truppen von Taiwan auf das chinesische Festland tolerieren. Andererseits ließen sie über den indischen Staatschef Jawaharlal Nehru an die chinesische Führung durchsickern, dass sie bereit wären, die Mandschurei und Zentralchina zu bombardieren, notfalls unter dem Einsatz taktischer Nuklearwaffen. Darüber hinaus ließen die USA es zu, dass kommunistische Parteimitglieder unter den repatriierungsunwilligen Kriegsgefangenen agitierten, um sie zur Rückkehr zu bewegen. Die von der sowjetischen Führung nach dem Tod Stalins eingeleitete kurze Entspannungsphase trug ebenso zum Erfolg der Verhandlungen bei.[11]
Kriegsopfer
Über koreanische und chinesische Verluste liegen keine konkreten Zahlen vor. Nach Schätzungen forderte der Krieg mehr als vier Millionen Menschenleben unter der Zivilbevölkerung – Südkorea verlor etwa eine Million Menschen (Soldaten und Zivilisten), Nordkorea 2,5 Millionen und China eine Million.[12] Etwa 40.000 UN-Soldaten (davon 36.914 US-Amerikaner), 500.000 koreanische und 400.000 chinesische Soldaten (nach offiziellen chinesischen Angaben: 183.108 chinesische Soldaten und Offiziere)[13] starben bei Kampfhandlungen.[14]
450.000 Tonnen an Bomben wurden vor allem von der US Air Force abgeworfen, darunter allein zwischen Juni und Ende Oktober 1950 insgesamt 3.281.270 Liter Napalm. Dies ist ein Vielfaches der (später) im Vietnamkrieg eingesetzten Menge und war wesentlich verheerender, da in Nordkorea mehr Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte und mehr Industrie als später in Vietnam existierten. Dem Historiker Conrad Crane zufolge waren zu Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen neben den großen Infrastrukturanlagen wie Stauseen 18 der 22 größten nordkoreanischen Städte wenigstens zur Hälfte dem Erdboden gleich gemacht worden. General William Dean, der seit dem Juli 1950, nach der Schlacht von Daejeon, nordkoreanischer Kriegsgefangener gewesen war, erinnerte sich an die meisten nordkoreanischen Städte und Dörfer später als „Ruinen oder verschneite, leere Flächen”; fast jeder, der ihm begegnet sei, habe Angehörige im Bombenkrieg verloren.
Die zahlreichen Toten fielen nicht immer regulären Kriegshandlungen zum Opfer. Von beiden Seiten wurden in verschiedenen Fällen Kriegsverbrechen begangen. Die Südkoreaner führten, unter amerikanischem Oberkommando stehend, einen rücksichtslosen Kampf gegen alles, was in irgendeiner Form mit dem Kommunismus in Verbindung gebracht werden konnte. So gibt es viele dokumentierte Berichte über Massenhinrichtungen von Mitgliedern oder ehemaligen Mitgliedern der Kommunistischen Partei oder dieser nahestehenden Gruppierungen. Nach amerikanischen amtlichen Dokumenten beläuft sich die Zahl der Ermordeten auf etwa 300.000 Personen. Dabei waren viele Menschen nur aus der Not heraus den Kommunisten beigetreten – diese verteilten, um Unterstützer zu werben, Nahrungsmittel an alle neuen Mitglieder und Aktivisten, so dass gerade in den weitgehend zerstörten Gebieten und bei den häufig wechselnden „Besatzern“ die Sicherung des Überlebens einer Familie von der Mitgliedschaft in derartigen Gruppierungen abhing. Die nordkoreanischen Streitkräfte, ihre chinesischen Verbündeten und verschiedene paramilitärische kommunistische Gruppen, die im gesamten Land operierten, schreckten vor Morden an Flüchtlingen oder Regimekritikern und -gegnern nicht zurück und praktizierten vielerorts eine Politik der verbrannten Erde.
Ein dokumentiertes Kriegsverbrechen der US-Armee war am 26. Juli 1950 das Massaker von Nogeun-ri. Dort hatten sich amerikanische Soldaten in Erwartung der nordkoreanischen Armee eingegraben. Bevor jedoch die kommunistischen Kämpfer das Dorf erreichten, ergoss sich ein Strom von Flüchtlingen, die vor den Kämpfen flüchteten, über den Flecken. Die US-Soldaten, die auch infiltrierende Guerilleros unter den Flüchtlingen befürchteten, eröffneten das Feuer und töteten rund 400 Zivilisten. Bis ins Jahr 2001 wies die Regierung der USA jeglichen Vorwurf eines Kriegsverbrechens zurück.[15][16]
Von den 50.000 Kriegsgefangenen, welche die USA machten, wollten nach Kriegsende nur die Hälfte wieder nach Nordkorea oder China zurück. Der südkoreanische Staatschef Syngman Rhee entließ ohne Wissen seiner Alliierten noch kurz vor Kriegsende 26.000 chinesische Kriegsgefangene als Zivilisten, die sich geweigert hatten, in die Volksrepublik zurückzukehren.[17] Die nordkoreanischen Gefangenen, welche die Rückkehr verweigerten, fingen meist ein neues Leben in Südkorea an, während viele Chinesen nach Taiwan übersiedelten.
Eine Aufarbeitung der Massaker durch die südkoreanischen Machthaber wird durch die Truth and Reconciliation Commission Südkoreas versucht.
Folgen
Der Koreakrieg hat die Teilung des Landes auf Jahrzehnte hinaus gefestigt. An der demilitarisierten Zone stehen sich auch im Jahr 2013 noch über eine Million Soldaten gegenüber. Bis heute wurde zwar kein Friedensvertrag abgeschlossen,[18] aber am 4. Oktober 2007 beschlossen der südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun und der nordkoreanische Staatsführer Kim Jong-il bei einem historischen Gipfeltreffen, einen Friedensprozess einzuleiten.[19]
Beide Staatschefs riefen in der Erklärung zu Frieden, Wohlstand und engerer Wirtschaftszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel auf.
Im Norden konnte die kommunistische Führung ihre Macht trotz oder gerade wegen zunehmender wirtschaftlicher Probleme bis heute behaupten. Obwohl dieser Teil des Landes in einer besseren Ausgangslage war als der Süden, ist er heute ein verarmtes Entwicklungsland, in dem ein großer Teil der Bevölkerung dauerhaft unterernährt ist. Die Wirtschaft ist deutlich auf das Militär ausgerichtet, Nordkorea ist mit großem Abstand das Land, das – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – die höchsten Militärausgaben hat.
In Südkorea bekam die zunehmend undemokratische Führung die Probleme des Landes kaum in den Griff. Kurz nachdem die Südkoreaner Rhee Syng-man aus dem Präsidentensitz vertrieben hatten, putschte sich jedoch unter Park Chung-hee das Militär an die Macht. Obwohl die Bürgerrechte in dieser Zeit stark beschnitten wurden, gelang es unter der Militärdiktatur, der Wirtschaft zu einem starken Aufstieg zu verhelfen. 1990 wurde die Verfassung schließlich zugunsten einer Demokratie geändert. Heute ist Südkorea ein nach westlichen Maßstäben stabiles und demokratisches Land, das 2005 das zehntgrößte Bruttoinlandsprodukt weltweit erwirtschaftete.
Auch für die Verbündeten China und Sowjetunion sollte der Koreakrieg Folgen haben. Die Sowjetunion hatte Chinas Einmarsch in Korea mit großzügigen Krediten unterstützt, die China – selbst durch Jahrzehnte von Bürgerkrieg und japanischem Einfall gebeutelt – nun zurückzuzahlen hatte. China fühlte sich von seinem Verbündeten im Stich gelassen. Zusammen mit Rangeleien um die Vorherrschaft im Ostblock und einem militärischen Zusammenstoß an der chinesisch-sowjetischen Grenze führte dies 1965 zum Bruch zwischen Moskau und Peking.
Seit dem Amtsantritt des neuen Machthabers Nordkoreas Kim Jong-un im Dezember 2011 hat sich die Beziehung beider Nachbarländer zusehends verschlechtert, was in die Nordkorea-Krise (2013) mündete.
Literatur
- Bruce E. Bechtol: Paradigmenwandel des Kalten Krieges: Der Koreakrieg 1950–1953. In: Bernd Greiner, Christian Th. Müller, Dierk Walter (Hrsg.): Heiße Kriege im Kalten Krieg. Hamburg 2006, ISBN 3-936096-61-9, S. 141–166. (Rezension von H. Hoff, Rezension von I. Küpeli)
- Clay Blair: The Forgotten War: America in Korea, 1950–1953. Times Books, 1987.
- Bernd Bonwetsch, Matthias Uhl (Hrsg.): Korea – ein vergessener Krieg? Der militärische Konflikt auf der koreanischen Halbinsel 1950–1953 im internationalen Kontext. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-71271-1, S. 10.
- Michael Bothe: Streitkräfte internationaler Organisationen. Zugleich ein Beitrag zu völkerrechtlichen Grundfragen der Anwesenheit fremder Truppen. Heymanns, Köln 1968, S. 61–69 („Die Korea-Aktion“).
- Bruce Cumings: The Origins of the Korean War. Bd. 1: Liberation and the Emergence of Separate Regimes, 1945–1947. Yuksabipyungsa 2004, ISBN 89-7696-612-0; Bd. 2: The Roaring of the Cataract, 1947–1950. Princeton University Press, 1992, ISBN 0-691-02538-X.
- T. R. Fehrenbach: This kind of war. A study in unpreparedness. Macmillan Company, New York 1963.
- Jörg Friedrich: Yalu. An den Ufern des Dritten Weltkrieges. Propyläen, München 2007, ISBN 978-3-549-07338-4.
- Allan R. Millett: Korean War: The Essential Bibliography. (Essential Bibliographies) Potomac Books, 2007, ISBN 1-57488-976-1.
- Rolf Steininger: Der vergessene Krieg. Korea 1950–1953. Olzog Verlag, München 2006, ISBN 3-7892-8175-1.
- Bernd Stöver: Geschichte des Koreakriegs: Schlachtfeld der Supermächte und ungelöster Konflikt. C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64447-4.
Weblinks
- Literatur zum Koreakrieg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Commemorating the Korean War – Portal des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten (englisch)
- Gedenkportal der United States Army (englisch)
- Datensammlung (englisch)
- Die Rolle der Vereinten Nationen im Koreakrieg
- Über den Luftkrieg der USAF bei monde-diplomatique.de
Einzelnachweise
- ↑ ab Rolf Steininger: Der vergessene Krieg, Olzog, München 2006, ISBN 978-3-7892-8175-4.
- ↑ Der vergessene Krieg. Deutsche Welle, 25. Juni 2010, abgerufen am 18. Dezember 2012.
- ↑ Diego F. Zampini: Rote Asse über Nordkorea. Fliegerrevue Extra Nr. 22. September 2008.
- ↑ Kölner Stadt-Anzeiger vom 22. Juni 2010: Die Chronologie des Koreakriegs. Abgerufen am 18. Oktober 2011.
- ↑ Theo Sommer: Überfall im Morgengrauen. In: Die Zeit, Ausgabe 26/2000, abgerufen am 24. Oktober 2010.
- ↑ Rainer Blasius: Stalins unerklärter Krieg. Die Vereinigten Staaten und das geteilte Korea 1950 bis 1953, FAZ vom 18. Juli 2006, S. 7.
- ↑ Waffenstillstandsankommen, Artikel 1 Abs. 4–9
- ↑ Waffenstillstandsabkommen, Artikel 2 Abs. 13(c–d)
- ↑ Waffenstillstandsabkommen, Artikel 2 Abs. 13(j), Artikel 3 Abs. 51(b)
- ↑ Friedensfördernde Einsätze im Ausland – SWISSINT, NNSC (Korea), Factsheet. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 21. Juni 2010.
- ↑ John Spanier: American Foreign Policy Since WWII. New York 1966, S. 108 f.
- ↑ Zahlen aus Steininger, Der vergessene Krieg, München 2006, zitiert bei Blasius: Stalins unerklärter Krieg, FAZ vom 18. Juli 2006, S. 7.
- ↑ 180,000 Chinese volunteers died in Korean War, Xinhua/China Daily, 27. Oktober 2010.
- ↑ North Korean Democide: Sources, Calculations and Estimates. Rudolph Joseph Rummel, abgerufen am 11. Februar 2010 (englisch, Übersichtstabelle mit diversen Schätzungen, es wurden bevorzugt die Daten der amerikanischen Joint Chiefs of Staff und des südkoreanischen Verteidigungsministeriums verwendet).
- ↑ Axel Frohn: US-Kriegsverbrechen in Korea: „Wir haben sie einfach umgelegt“, Spiegel Online vom 25. Juli 2006.
- ↑ Das Erste/WDR/rbb (29. März 2007): Das Massaker von No Gun Ri.
- ↑ John Spanier: American Foreign Policy Since World War II, New York 1966 S. 108
- ↑ Bernd Bonwetsch, Matthias Uhl (Hrsg.): Korea – ein vergessener Krieg? Der militärische Konflikt auf der koreanischen Halbinsel 1950–1953 im internationalen Kontext. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-71271-1, S. 10.
- ↑ Christoph Neidhart: Historisches Treffen in Pjöngjang – Ein neues Kapitel für Korea, Süddeutsche.de vom 17. Dezember 2008.
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