Top-down und Bottom-up

Als Top-down (engl. ‚von oben nach unten‘) und Bottom-up (engl. ,von unten nach oben‘) werden zwei entgegengesetzte Arbeitsrichtungen eines Modellierungs-Prozesses bezeichnet, die in verschiedenen Sinnzusammenhängen für Analyse- oder Syntheserichtungen verwendet werden. „Top-down“ geht vom Abstrakten, Allgemeinen, Übergeordneten schrittweise hin zum Konkreten, Speziellen, Untergeordneten. „Bottom-up“ bezeichnet die umgekehrte Richtung.

Bedeutung

Bedeutung in der Wirtschaft

Beim Investment bezeichnet Bottom-up die Analyse „von unten nach oben“: Erst werden die einzelnen Unternehmen ausführlich untersucht, bevor die Aussichten ganzer Branchen, Märkte oder Regionen betrachtet werden. Angeblich sucht die Investmentlegende Warren Buffett ihre Aktien nach der Bottom-up-Strategie aus.

Top-down bezeichnet die Analyse „von oben nach unten“: Dabei werden zunächst die Makroökonomie und das Branchenumfeld betrachtet, bevor einzelne Unternehmen analysiert werden. Angeblich wählt der Rohstoffexperte Jim Rogers seine Aktien durch die Top-down-Strategie aus.

Das Gegenstromverfahren ist ein iterierender Wechsel aus Bottom-up und Top-down. Zuerst wird ein Rahmenplan für das Unternehmen erstellt, welcher dann unterteilt wird, dann Überprüfung auf Realisierbarkeit dieser Teilpläne in den unteren Ebenen des Unternehmens. Anschließend erfolgt der Rücklauf der korrigierten Pläne, sowie die Zusammenfassung zu einem verbesserten Rahmenplan.

Siehe auch

Literatur