Bitcoin

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bitcoin-qt
Logo
Screenshot
Das Hauptfenster unter Ubuntu
Basisdaten
Maintainer Gavin Andresen
Entwickler Satoshi Nakamoto, Martti Malmi, Amir Taaki, Pieter Wuille, Nils Schneider, Jeff Garzik und andere
Aktuelle Version 0.8.1
(18. März 2013)
Betriebssystem Windows, Linux, Mac OS X
Programmier­sprache C++
Kategorie Elektronisches Geld
Lizenz MIT-Lizenz
Deutschsprachig ja
bitcoin.org
Bitcoin Protokoll
Familie: Internetprotokollfamilie
Einsatzgebiet: Zahlungsverkehr
Port: 8333/TCP[1]
Bitcoin im TCP/IP‑Protokollstapel:
Anwendung Bitcoin
Transport TCP
Internet IP (IPv4, IPv6)
Netzzugang Ethernet Token
Bus
Token
Ring
FDDI
Standards: Bitcoin protocol specification[2]

Bitcoin ist eine neuartige virtuelle Währung, die dezentral durch ein Computernetz geschöpft und verwaltet wird und für internationale elektronische Überweisungen geeignet ist. Das Bitcoin-Netzwerk wird aus den Teilnehmern gebildet, die einen Bitcoin-Client ausführen. Der Besitz von Geldeinheiten kann durch den Besitz von kryptographischen Schlüsseln nachgewiesen werden. Jede Transaktion von Geldeinheiten zwischen Teilnehmern des Netzwerks wird in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk unterstützten Datenbank aufgezeichnet und mit digitalen Signaturen versehen. Dies gewährleistet, dass Geldbeträge fälschungssicher sind, wobei sie allerdings einem Risiko von Diebstahl durch Ausspähen von Schlüsseln unterliegen.

Die Geldeinheiten werden als nicht an Staaten oder Zentralbanken gebundene Währung in Online-Börsen gehandelt und können in über zwanzig Währungen der wichtigsten Industriestaaten und Schwellenländer getauscht werden.[3][4] Während bisher ein signifikanter Teil der Nutzung vermutlich spekulativ ist und der Tauschkurs beachtlichen kurzfristigen Schwankungen unterliegt,[5] haben neben kleinen Anbietern mehrere große Online-Dienste mit hoher Bekanntheit und einer Gesamtzahl von vielen Millionen Nutzern begonnen, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.[6] Darüber hinaus stößt Bitcoin wegen der Eigenschaft einer langfristig strikt begrenzten Geldmenge (und somit Sicherheit vor Inflation) und einer weitgehenden Unabhängigkeit vom traditionellen Finanzsystem als Mittel zur Aufbewahrung von Werten auf Interesse.[7]

Das Konzept wirft wegen seiner neuartigen Verbindung bisher unvereinbarer Eigenschaften rechtliche, wirtschaftliche und technische Fragen auf, die kontrovers diskutiert werden.

Entstehungsgeschichte

Das Konzept von Bitcoin wurde 2008 in einem Whitepaper[8] von Satoshi Nakamoto vorgeschlagen.[9][10] Das Konzept anonymen digitalen Geldes, basierend auf asymmetrischen Kryptosystemen wie RSA, ist allerdings seit 1977 bekannt.[11] Bitcoin basiert auf der weiterführenden Idee einer kryptographischen Währung, die 1998 von Wei Dai als b-money und von Nick Szabo als bit gold beschrieben wurde.[12] Satoshi Nakamoto ist nach derzeitigem Kenntnisstand ein Pseudonym einer Person oder einer Personengruppe.[13] Offiziell hat er sich Ende 2010 aus der Entwicklung zurückgezogen.[14] Das Projekt wird von einigen Entwicklern unter der Leitung von Gavin Andresen fortgeführt. Das Softwareprojekt ist in der Open-Source-Community verankert. Mehrere der Entwickler, wie beispielsweise Jeff Garzik, sind auch mit Beiträgen am Linux-Kernel beteiligt.

Das Bitcoin-Netzwerk entstand am 3. Januar 2009 mit dem Release des ersten Bitcoin-Clients bitcoind, der automatisch die ersten Einheiten auf normalen PCs erzeugte.[15][16][17] Bitcoins hatten zu diesem Zeitpunkt keinen in anderen Währungen bezifferbaren Wert. Ein Jahr später wurden die ersten Wechselkurse durch Personen in den „bitcointalk“-Foren ausgehandelt. Die bedeutendste erste Transaktion war der Kauf zweier Pizzen für 10.000 BTC.[18] Zu den ersten ca. ab Ende 2010 kommerziell angebotenen Waren gehörten Alpaka-Socken, die im Laufe der Zeit zum Meme wurden.

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Konzept

Die wesentliche Idee von Bitcoin wird durch diese Formulierung des Erfinders Satoshi Nakamoto beschrieben:

Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leer zu räumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich.
Eine Generation früher hatten Nutzer von Time-Sharing Computersystemen ein ähnliches Problem. Vor dem Aufkommen von starker Verschlüsselung mussten die User sich auf Passwortschutz für ihre Daten verlassen und dem Systemadministrator vertrauen, dass dieser ihre Informationen vertraulich hielt. Diese Privatsphäre konnte jederzeit aufgehoben werden, wenn der Administrator zu dem Schluss kam, dass sie weniger wog als andere Belange, oder auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Dann aber wurde starke Verschlüsselung für die Masse der Nutzer verfügbar, und Vertrauen war nicht länger nötig. Daten konnten auf eine Weise gesichert werden, die einen Zugriff durch Dritte – egal aus welchem Grund, egal mit wie guten Entschuldigungen, egal was sonst – unmöglich machten.
Es ist Zeit, dass wir dieselbe Sache für Geld haben. Mit einer e-Currency basierend auf einem kryptografischen Beweis, ohne Notwendigkeit Mittelsmännern zu vertrauen, kann Geld sicher sein und mühelos transferiert werden.[19]

Bitcoin-Einheiten sind durch die Verwendung starker Verschlüsselungsverfahren fälschungssicher. Jeder Geldbetrag kann nur einmal ausgegeben werden, weil jegliche Übermittlung von Geld unwiderruflich im Netzwerk verzeichnet wird. Das System verbindet eine relativ schnelle Bestätigung von Transaktionen innerhalb von zehn bis sechzig Minuten mit geringen Kosten pro Transaktion. Der Besitz von Geldbeträgen wird durch den Inhalt einer elektronischen Geldbörse nachgewiesen, welche kryptographische Schlüssel enthält. Die Signatur mit diesen Schlüsseln ist Voraussetzung für die Aufnahme einer Transaktion ins netzwerkweite Verzeichnis, die sogenannte Block Chain. Die Aufnahme von Transaktionen in dieses Verzeichnis erfolgt durch die Erzeugung einer Signatur basierend auf einem „Proof of Work“ Verfahren ähnlich wie bei Hashcash, die von allen am Bitcoin-Netzwerk teilnehmenden Rechenknoten gemeinsam geleistet wird. Im Rahmen dieses Verfahrens findet durch Gutschriften für einen erfolgreichen „Proof of Work“ auch eine kontrollierte Schöpfung neuer Geldeinheiten statt. Die Schlüssel als solche müssen bei diesem Verfahren nicht offenbart werden. Die Geldbörse muss jedoch gegen Verlust durch Ausspähen und Schadsoftware geschützt werden.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, welche die Software für jeden Empfänger beliebig neu erzeugen kann. Eine Identifizierung der Handelspartner ermöglicht Bitcoin nicht. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung mit weiteren Informationen prinzipiell möglich ist.

Die Menge an Geldeinheiten ist nicht zentral beeinflussbar und hat eine in der Software „eingebaute“ feste Obergrenze. Neue Währungseinheiten können von Teilnehmern des Peer-to-Peer-Netzwerks bei der Aufwendung von Rechenleistung für die Bestätigung und Signatur von Transaktionen verdient werden.

Der „Wert“ von Bitcoins richtet sich ausschließlich nach der Akzeptanz oder Nichtakzeptanz durch die potenziellen Benutzer. Für Bitcoins existiert ein informeller börsenähnlicher Devisenmarkt, der auf Kaufangeboten und Verkaufsgeboten beruht. Falls es, wie von den Urhebern der Software beabsichtigt, zu einer Ausweitung der Nutzung im elektronischen Handel und einer teilweisen Ablösung anderer Zahlungsmittel kommen sollte, wäre eine weitere Wertsteigerung zwingend notwendig.

Siehe auch: Kursentwicklung

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Anwendung

Handel, Dienstleistungen und Spenden

Wie bei anderen Währungen auch, ist die Grundidee, Bitcoins zur Bezahlung beim Handel von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen zu verwenden. Dabei wurden Bitcoins in einem Blogbeitrag auch als „Regionalwährung des Internet“ bezeichnet.[20] Zu den gegen Bezahlung in Bitcoin angebotenen Produkten gehören z. B. Kleider, Bücher, Geschenkkarten, Musik und digitale Medien, Internetdienste (wie Sharehosting, Webhosting[21], Virtual Private Networks), bis hin zu Lebensmitteln.[22][23]

Zu den größten Online-Diensten, die Bitcoin als Bezahlmittel akzeptieren, gehören bisher der Bloghoster WordPress.com, der Social News Aggregator Reddit und (über den Reseller Bitvoucher) der Sharehoster Mega, die zusammen viele Millionen Nutzer haben.[24][25][26][27][28][29][30]

Ein Bereich mit schnell anwachsender Nutzung ist der Handel mit virtuellen Gütern und Online-Spielen, sowie diverse Handelsplattformen[31]. Neben diversen Kleinanzeigendiensten existieren Internet-Auktionshäuser, auf denen Artikel privat versteigert werden können.

Einige Pizza-Bestelldienste akzeptieren Bitcoins, indem sie Aufträge an große Lieferdienste weiter geben[32], ebenso Essenslieferdienste für Restaurants.[33] Der Aufschlag gegenüber einer Bezahlung in USD beträgt rund 100%.[34] Weiterhin wird die Bezahlung in Bitcoins bei manchen Spieleentwicklern[35], kommunalen Dienstleistungen[36], diversen Reiseveranstaltern,[37][38] oder Vermittlern für Bed and Breakfast[39] angeboten. Vereinzelt wurden Bitcoins im ersten Quartal 2013 für den Kauf von Autos und Häuser oder auch für Mietzahlungen genutzt.[40][41][42][43][44]

Spenden von Bitcoins werden von zahlreichen NGOs akzeptiert, so beispielsweise von WikiLeaks oder dem BUND Berlin. Daneben wird die Währung zum Micropayment von Organisationen angenommen, die sich für verschiedene gemeinnützige Zwecke einsetzen, sowie als Anerkennung für kreative Inhalte im Web verschenkt.[45][46][47]

Weitere Einsatzgebiete sind auch die Bezahlung von Online Striptease[48], Cyberbegging[49], Online-Glücksspiel[50] und auch der Handel mit illegalen Waren, wie z. B. nicht verkehrsfähigen Drogen.

Spekulation

Diagramme der Wechselkurse mit Höhepunkt im April 2013
Wechselkurs für 1 BTC in US-Dollar auf der Handelsplattform MtGox

Weitere Nutzungsmöglichkeiten bestehen potentiell in der höchstriskanten Geldanlage bzw. Spekulation. Bitcoins werden derzeit im wesentlichen auf Handelsplattformen im Internet gehandelt und unterliegen dabei – selbst im Vergleich zum Devisenmarkt – heftigen Kursbewegungen.[51] Schwankungen von rund 20 % am Tag sind keine Ausnahme und noch größere Schwankungen kamen bereits vor. Am 10. April 2013 etwa bewegte sich der Kurs zwischen einem Hoch von 263 USD und einem Tief von 135 USD und verlor dabei fast die Hälfte seines Wertes.[5][52]

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Verbreitung

Im September 2011 wurde anhand der Anzahl aktiver Netzwerkverbindungen bestimmter Clients die Zahl der Nutzer auf 60.000 geschätzt.[53] Eine grobe Abschätzung der aktuellen Nutzerzahlen kann beispielsweise über die Zahl der Downloads für die Client-Software erfolgen. Dabei steigen die Nutzerzahlen phasenweise exponentiell an.[54] Eine wissenschaftliche Analyse des Transaktionsgraphen vom Mai 2012 schätzte die Zahl der unabhängig verwendeten Adressen auf rund 2,4 Millionen.[55] Der Original-Client bitcoin-qt erzielte Ende 2012 rund 70.000 Downloads monatlich und im März 2013 239.000 Downloads, wobei die Downloads besonders von spanischen Nutzern stark zunahmen.[56][57][58] Die Zahl der Nutzer des Dienstes My Wallet wurde im Dezember 2012 mit 80.000 angegeben.[59]

Die reddit-Gruppe /r/bitcoin erreichte im September 2012 10.000 Nutzer, im März 2013 20.000 Nutzer und im Mai 2013 bereits 40.000 Nutzer.[60][61] Eine Umfrage des Blogs netzpolitik.org im Januar 2013 ergab, dass 5,5 % der Leser Spenden per Bitcoin zahlen würden, während die Alternativen Flattr und PayPal 33,0 und 27,7 % erreichten.[62] Im Januar 2013 waren schätzungsweise 42.000 Rechner am Mining und an der Durchführung der Transaktionen beteiligt.[63][64]

Eine weitere beobachtbare Tendenz ist eine schnelle Internationalisierung. Im März 2013 wurde der chinesischen Yuan (Renminbi) mit einem Anteil von 4 % die Währung mit dem drittgrößten an Bitcoin-Börsen gehandelten Volumen nach US-Dollar und Euro.[65]

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Eigenschaften

Begrenzte Menge von Geldeinheiten

Bitcoin verbindet konzeptgemäß bestimmte Eigenschaften von Überweisungen mit der Eigenschaft der begrenzten Geldmenge, wie es bei Warengeld oder Kurantgeld der Fall ist. Die maximale Menge an Bitcoins wurde beim Entwurf des Bitcoin-Protokolls auf 21 Millionen festgelegt. Warengeld ist jedoch nur physisch transportierbar. Die Eigenschaften von Bitcoin leiten sich aus dem verwendeten mathematischen Verfahren ab.[66][67]

Fälschungssicherheit

Eine Fälschung von Einheiten oder Transaktionen ist durch das verwendete asymmetrische kryptographische Verfahren und durch digitale Signaturen mittels einer doppelt angewendeten Hashfunktion nach heutigem Wissensstand praktisch ausgeschlossen.[68][69]

Allerdings ist es prinzipiell nicht völlig auszuschließen, dass das System durch Softwarefehler Transaktionen fehlerhaft verrechnet oder sogar das Bitcoin-Netzwerk als ganzes unbrauchbar wird.[70]

Kosten und Ausführungsgeschwindigkeit

Zahlungen können ohne Mitwirkung von Finanzinstituten schnell und kostengünstig direkt zwischen den Beteiligten abgewickelt werden, wodurch die vergleichsweise hohen Gebühren der etablierten Dienstleister umgangen werden. Die Bestätigung einer Transaktion kostet gegenwärtig (abhängig von der Implementierung der Client-Software) 0,0005 BTC.[71] Wenn sie freiwillig erhöht wird, beschleunigt sie den Bestätigungsvorgang durch eine höhere Priorität bei der Berechnung durch andere Mitglieder des Netzwerks. Die Gebühr wird demjenigen Netzknoten, welcher die Bestätigungssignatur erstellt, gutgeschrieben. Das Verfahren soll insbesondere verhindern, dass das Netzwerk gezielt durch sehr viele sehr kleine Transaktionen überlastet wird. Auf lange Sicht sind diese Transaktionsgebühren als Belohnung für den Erhalt des Netzes durch Bereitstellung von Rechenleistung geplant.

Derzeit (Mai 2013) dauert die Bestätigung einer Zahlung aufgrund der zu übertragenden Datenmenge ca. 10 min. Händler, die unbestätigte Transaktionen eingehen, tragen daher das volle Kursrisiko.[72]

Dezentralität

Das System ist aufgrund der Peer-to-Peer-Struktur völlig dezentral, ähnlich Systemen wie BitTorrent. Eine Einflussnahme auf die Geldmenge würde erfordern, dass die Mehrheit der Mining-Rechenleistung mit veränderter Software erfolgt, da sonst ein nicht allgemein anerkannter Fork von Protokoll und Zahlungseinheit entstehen würde.

Schreibweise und Symbole

Tendenziell wird die Bezeichnung „Bitcoin“ für das Zahlungssystem aus Protokoll, Computernetzwerk und Software verwendet und „bitcoin“ (klein geschrieben) für die Währung.[73] In Anlehnung an die Dreibuchstaben-Codes der ISO 4217 ist BTC die zur Zeit gängige Abkürzung für die Währungseinheit. Einige Websites verwenden das Symbol des thailändischen Baht ฿ (U+0E3F), welches ein B mit einem senkrechten Strich darstellt. Weitere mögliche Symbole werden von der Nutzer-Community diskutiert.[74] Für kleine Anteile wird neben "Bitcent" in Anlehnung an die wissenschaftliche Notation das Einheitenpräfix "milli" und die Bezeichnung mBTC verwendet. Die kleinste im aktuellen Protokoll darstellbare Unterteilung von 1 / 100.000.000 wurde zu Ehren des Erfinders als „Satoshi“ benannt.[75]

Initiale Verteilung von Guthaben

Ein Problem bei der Einführung von Bitcoin als Währung war die anfängliche Verteilung von Geld. Moderne staatliche und private Währungen sind – im Gegensatz zu Bitcoin – durch ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle gedeckt. Da Bitcoin als neues Zahlungsmittel anfangs kein Vertrauen genoss und der Rücktausch von keiner Stelle garantiert wird, hatten Bitcoins ursprünglich keinen bezifferbaren Wert. Auch eine Nutzbarkeit war aufgrund der fehlenden Angebote von Waren gegen Tausch der Währung zunächst nicht vorhanden. Aus diesem Grund war es anfangs irrational für Marktteilnehmer, die neuen Währungseinheiten zu kaufen.

Im Fall von Bitcoin werden neue Einheiten nach einem Prinzip verteilt, das die Unterstützung des Netzwerks durch Zur-Verfügung-stellen von Rechenleistung belohnt (Bitcoin-„Mining“, das Erzeugen bzw. Entdecken neuer „Münzen“ durch Lösung einer mathematischen Aufgabe, analog zum Schürfen nach Edelmetallen). Aufgrund des steigenden Wertes des Guthabens stellt dies im Fall einer Ausweitung der Nutzung eine hohe Belohnung und somit einen substanziellen Anreiz dar. Als problematisch wird − auch wenn diese Guthaben nicht direkt im Zusammenhang mit wirtschaftlicher Macht stehen − oft die resultierende Ungleichheit in der Vermögensverteilung gesehen, falls das System einen (bisher nicht absehbaren) dauerhaften Erfolg hätte und der Wert der Einheiten stark steigen würde.

Anonymität versus Pseudonymität

Grundsätzlich baut Bitcoin auf der bereits möglichen Anonymität im Internet auf. Für Privatpersonen und Firmen sind Transaktionen ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung, dass weder IP-Adressen noch Bitcoin-Adressen einer Person zugeordnet werden können, bietet Bitcoin einen weitaus besseren Schutz der Privatsphäre als konventionelle Zahlungswege.

Die durch Bitcoin gewährte Anonymität ist jedoch nicht unbegrenzt und bietet von sich aus keine sichere Absicherung gegen polizeiliche und nachrichtendienstliche Ermittlungsmethoden. Zur Abwicklung von Geschäften muss normalerweise einer der Geschäftspartner zumindest teilweise seine Anonymität aufgeben. Wie im Folgenden genauer beschrieben, sind alle Transaktionen zwischen zwei Adressen öffentlich protokolliert und werden dauerhaft im gesamten Netzwerk gespeichert. Spätere Empfänger von Teilbeträgen können den jeweils letzten Besitzer beispielsweise bei Behörden nennen, welche dann die Kette der Transaktionen verfolgen können.

Daher verhindert Bitcoin nicht unbedingt den Nachweis von illegalen Geschäften. Insbesondere können Ermittlungsbehörden Zugriff auf Internet-Verbindungsdaten, Postsendungen, Virtuelle Fingerabdrücke (Browser Fingerprints) und Kontaktdaten von früheren oder späteren Beteiligten an einer Transaktionskette erhalten und verknüpfen. Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. Betreiber von Börsen, die den Umtausch von Bitcoin in andere Währungen ermöglichen, sind darüber hinaus meist Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche unterworfen. Darüber hinaus sehen sich beispielsweise die Betreiber von Börsen auch keineswegs verpflichtet, Guthaben freizugeben, die möglicherweise illegal erworben wurden.[76]

Eine experimentelle Analyse von Zahlungsflüssen im Bitcoin-System zeigte, dass es praktisch möglich ist, Ursprünge von Transaktionsketten einschlägig bekannten Adress-Pools zuzuordnen. Gezeigt wird das anhand von Zahlungen an Wikileaks.[77] Dagegen war es bisher, auch wenn es sich um große Beträge handelte, nicht möglich, anhand von öffentlichen Daten Personen sicher zu identifizieren, die sich illegal Guthaben durch Ausspähen der zugeordneten Schlüssel übertragen haben.[78]

Irreversibilität von Transaktionen

Zahlungen mit Bitcoin können nicht rückgängig gemacht werden. Dies stellt im Online-Handel für Händler einen potenziell großen Vorteil dar, da Rückbuchungen von unbaren Zahlungen und betrügerische Käufe in der Regel einen erheblichen Kostenanteil ausmachen, welcher die oft ohnehin sehr geringen Gewinnmargen belastet.

Einmal falsch überwiesenes Geld kann dadurch aber auch nicht durch eine zentrale Instanz zurücküberwiesen werden. Innerhalb des Bitcoin-Systems ist der Empfänger anonym und kann auch nicht kontaktiert werden. Falls eine Zahlung irrtümlich erfolgt, ist man daher entweder darauf angewiesen, dass der Empfänger seine Identität außerhalb des Bitcoin-Systems preisgegeben hat oder allgemein Wohlwollen beweist und die unerwartete Einzahlung auf sein Konto zurücküberweist. Die versehentliche Eingabe von falschen Adressen aufgrund von Tippfehlern wird durch die Auswertung einer Prüfsumme verhindert.

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Praktische Benutzung

Bitcoin-Programm unter Windows 7

Zum Handeln mit Bitcoins kann ein lokaler Client oder eine Online-Plattform benutzt werden.

Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen mit Bitcoin im Internet

Eine Bezahlung mit Bitcoin ohne Internet ist derzeit nicht möglich.

Unabhängig von der Stelle, bei der Bitcoins erworben wurden, erscheinen sie bei einer Übermittlung automatisch in einer Saldenliste im Client-Programm auf dem eigenen PC. Die Übermittlung wird durch mehrere Bestätigungen besiegelt, die im Netzwerk erzeugt werden. Die erste Bestätigung benötigt dabei im Mittel etwa zehn Minuten. Nach sechs Bestätigungen gilt die Transaktion als sicher, so dass der Nutzer selbst über den Betrag weiter verfügen kann. Webseiten wie blockchain.info ermöglichen es, die Bestätigung einer Transaktion durch das Netzwerk zu verfolgen.

Als Übersicht über Angebote von Waren gegen Bitcoins gibt es eine Anzahl von Webseiten mit Wikis, Marktplätzen und Kleinanzeigen. Portale mit Händlerbewertungen existieren bisher erst in Ansätzen.

Praktisch läuft ein Bezahlvorgang so ab, dass der Nutzer mit einem Button einen Dialog öffnet und per Copy und Paste die Bitcoin-Adresse des Empfängers sowie den Betrag einträgt. Zur Verwaltung der Adressen hat das Client-Programm ein Adressbuch, in dem Adressen für ausgehende und eingehende Zahlungen Bezeichnungen zugeordnet werden können. Ein Feld für den Verwendungszweck existiert nicht; die Zuordnung einzelner Zahlungen kann statt dessen durch Ausgabe separater Adressen erfolgen. Weiterhin kann im Client die Höhe einer für Transaktionen freiwillig gezahlten Gebühr eingestellt werden, voreingestellt ist ein Betrag von 0,005 BTC, entsprechend etwa 0,05 €. Bei aktuellen Clients muss der Bezahlvorgang dann noch durch die Eingabe eines Passwords bestätigt werden. Ein Zahlungsvorgang lässt sich somit in weniger als zehn Sekunden erledigen.

Erwerb von Bitcoins

Vor einem Bezahlvorgang muss der Nutzer Bitcoins erarbeiten oder erwerben. Beim Kauf über einen Online-Anbieter[79] fallen Transaktionskosten an.

Online-Börsen (Bitcoin Exchanges)

Es existieren sog. Online-Börsen, über die Bitcoins gegen andere Währungen getauscht, d. h. ge- und verkauft werden können. Hierbei ist der Betreiber der Börse der Handelspartner, dem der Kunde auch sein Geld anvertraut.[80] Die Handelsgebühren liegen typischerweise bei rund 0,5 bis 1 % des getauschten Betrags.

Die Tauschbörsen sind bisher nicht reguliert, unterliegen jedoch Auflagen zur Erschwerung von Geldwäsche, z. B. in Form von Auszahlungslimits oder Know your customer-Prinzipien.[81] Zum Handeln größerer Beträge ist in der Regel ein Identitätsnachweis erforderlich.[82]

Ein- bzw. Auszahlungen erfolgen mit Bitcoins direkt durch die Überweisung auf die bzw. von der Kunden-Wallet beim Anbieter. Bei anderen Währungen können Einzahlungen häufig als kostengünstige und vergleichsweise schnelle SEPA-Überweisungen vorgenommen werden. Guthaben beim Börsenbetreiber kann auf das eigene Bankkonto wieder ausgezahlt werden, dabei können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Sicherung der Einlagen ist nicht vorgeschrieben und wird so dem jeweiligen Anbieter überlassen. Die Professionalität und auch Seriosität der Anbieter variiert dabei stark. Da große Beträge und die leichte Beweglichkeit von Bitcoins einen starken Anreiz für Angreifer liefern, Plattformen mit hohen Guthaben zu hacken, kommt es immer wieder zu folgenschweren Einbrüchen, bei denen Kunden mitunter ihre gesamtem Einlagen verlieren. Aufgrund vielfach aufgetretener Probleme im Bereich Informationssicherheit werben einige Börsen mit verbesserter Sicherheit und bieten teilweise Zertifizierungen ihrer Webseites, Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren, Haftung für verlorene Einlagen bis hin zu einer regulären Einlagensicherung für Fiat-Geldbeträge.[83][84]

Wechselstuben (Fixed Rate Shops)

Zweitens gibt es Dienste, welche als Wechselstuben oder „Forex Traders“ einen direkten Umtausch von gängigen Währungen, e-Currencites, und Paysafecards in Bitcoin anbieten. Die Kurse sind vorgegeben, enthaltene Gebühren sind höher als bei den Exchanges und betragen etwa 1,5 bis 5 %. Im Gegensatz zu Handelsseiten handelt man hier immer direkt mit dem Anbieter. Diese Services erfordern typischerweise keine Registrierung, so dass man die Bitcoins schnell erwerben und auf sein Wallet überweisen lassen kann.

In den USA, Brasilien und Russland können über den Dienst BitInstant.com Einzahlungen bei 700.000 lokalen Annahmestellen z. B. von Walmart oder MoneyGram getätigt werden. Die Einzahlung wird automatisch über ein online erstelltes Formular zugeordnet und nach Tausch auf eine Bitcoin-Adresse gutgeschrieben.[85]

Vermittelter Handel zwischen Privatpersonen

Es existieren virtuelle „Handelsplätze“, bei denen Interessenten Kauf- und Verkaufsangebote anmelden können. Die Transaktion findet dabei (ähnlich wie oft bei Internet-Auktionsplattformen) zwischen zwei Privatpersonen statt. Wenn diese im gleichen Land wohnen, kann das die Zahlungsabwicklung beschleunigen. Einige Anbieter sichern Transaktionen einseitig durch die Hinterlegung der zu verkaufenden Bitcoins ab und geben diese erst frei, wenn der Verkäufer den Zahlungseingang bestätigt.

Bei dieser Form des Handels besteht sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer ein gewisses Risiko, dass der Handelspartner oder auch der Treuhänder, sich nicht ehrlich verhält (siehe unten #Counterparty Risk). Eine reguläre Haftung oder Ausfallversicherung bieten solche Angebote in ihren Geschäftsbedingungen bisher nicht, vielmehr gelten entweder weitreichende Haftungsbeschränkungen oder die gesetzlichen Regelungen.

#bitcoin-otc (IRC Channel)

Die älteste Erwerbsmöglichkeit ist ein IRC-Kanal namens „#bitcoin-otc“, wo Tauschangebote zwischen Privatpersonen registriert werden können. Vertrauen wird hergestellt durch ein GnuPG-basiertes Bewertungssystem. Dieses Medium ist technisch vergleichsweise anspruchsvoll.

Lokale Verzeichnisse

Weiterhin existieren z. B. mit den Webseites localbitcoins.com regional gegliederte Verzeichnisse von Personen, die Bitcoins in ihrem Wohnort zum Tausch gegen Bargeld anbieten, beispielsweise als Betreiber eines Internet-Cafes. Die überwiegende Mehrheit der Bitcoin-Nutzer weltweit befindet sich (Stand Ende 2012) in den USA, Kanada, Westeuropa, Australien und den ostasiatischen Pazifik-Anrainern wie Japan, doch es gibt auch in Ländern wie Malaysia, Südafrika, Saudi-Arabien, Venezuela oder Brasilien schon Tauschmöglichkeiten.

Verkauf von Bitcoin

Ein Händler oder Empfänger kann die erhaltenen Einheiten selbst für Zahlungen verwenden, sie sammeln oder auf einer Handelsplattform verkaufen. Dabei fallen ähnliche Kosten wie bei dem Erwerb an. Zudem trägt der Händler das Kursrisiko.

Zahlungsvorgänge mit Bitcoin lassen sich leicht automatisieren. Dienste wie BitPay entlasten Händler und Dienstleister, indem sie Bitcoin-Zahlungen an diese direkt entgegennehmen und sich um aktuelle Preisangaben sowie zügigen Rücktausch und Gutschrift beim Verkäufer kümmern. Dies minimiert Wechselkursrisiken für die Händler; die Kosten der Verkaufs einschließlich der Dienstleister wie BitPay erhöhen die Kosten für den Händler. Deswegen sind Zahlungsvorgänge mit Bitcoins teurer als in der jeweiligen Landeswährung (Aufschlag beim Pizzakauf ca. 100%, siehe unten). Um dies im konkreten Beispiel festzustellen, multipliziert der Kaufinteressent den Preis in Bitcoin mit dem aktuellen Kurs einer Handelsplattform und vergleicht dies mit dem Kurs in Landeswährung.

Kursspekulation

Aufgrund der recht geringen Gebühren besteht auch ein relativ hoher Anreiz zur Spekulation ähnlich wie bei Aktien. Die Risiken z. B. durch Insolvenz von Handelsplattformen, sowie durch mögliche Spekulationsblasen und aufgrund des experimentellen Charakters der Software sind als hoch einzustufen.

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Sicherheitsaspekte

Sicherheit vor Datenverlust und Ausspähen von Daten

Während, wie oben beschrieben, alle Transaktionen öffentlich in einer verteilten Datenbank gespeichert werden, wird das Eigentum an den Bitcoins durch den Besitz privater Schlüssel nachgewiesen, die ausschließlich auf dem eigenen Rechner abgelegt werden. Daher ist für die Sicherheit des eigenen Guthabens der lückenlose Schutz dieser Schlüssel vor Verlust und Malware entscheidend. Bei einem Datenverlust oder Diebstahl der Schlüssel können andernfalls substanzielle Beträge unwiederbringlich verlorengehen und die Bitcoins zerstört werden.[86][87] Die Begrenzung auf 21.000.000 Bitcoins ist daher ein theoretischer Wert, der durch die bereits eingetretenen Bitcoinverluste nicht mehr erreicht werden kann.

Sicherung im täglichen Gebrauch

Aktuelle Clients erlauben Verschlüsselung der elektronischen Geldbörse. Dies schützt zwar vor einem Diebstahl des benutzten Computers, jedoch nicht vor einer Kompromittierung durch Malware und Keylogger[88] . Im Fall einer Entwendung des Rechners kann man – vorausgesetzt ein Backup ist vorhanden – sein Guthaben vor Nutzung durch den Dieb an eine neu erzeugte eigene Adresse übermitteln.

Eine weitere Sicherungsstrategie ist, die Wallet-Datei auf einem USB-Stick (oder anderen dauerhaften Medien) getrennt vom PC sicher aufzubewahren. Für eine Gutschrift von Guthaben ist nicht erforderlich, dass die Wallet sich auf einem mit dem Internet verbundenen System befindet, und ohne die darin befindlichen Schlüssel können keine Beträge abgebucht werden.

Im Unterschied zu Zahlungen z. B. mit Kreditkarten, per EC-Karte oder per Lastschrifteinzug gibt es kein Risiko, dass beim Empfänger gespeicherte Daten aus einem Zahlungsvorgang zu betrügerischen Abbuchungen missbraucht werden. Auch das Risiko von Phishing-Angriffen entfällt bei Bitcoin-Transaktionen, da Nutzer nur die Integrität des eigenen Systems gewährleisten müssen.

Schutz umfangreicherer Guthaben

Bei größeren Beträgen existiert die Strategie, diese in ein selten genutztes verschlüsseltes Konto auf einem besonders gesicherten Rechner und in ein Konto für den täglichen Gebrauch aufzuteilen.[89] Häufig werden dazu Linux- oder Mac-OS-X-Systeme genutzt.[90] Der verwendete Computer sollte besonders sorgfältig abgesichert sein.[91] Auf hohe Sicherheit ausgelegte Clientprogramme wie Armory ermöglichen es, die Private Keys für solche Guthaben nur auf einem nicht am Netz angeschlossenen Rechner zu speichern und damit Transaktionen zu signieren, die mit einem vernetzten Rechner erstellt und versendet werden.

Die angemessene Absicherung eines vernetzten Computers zur Aufbewahrung umfangreicher Guthaben erfordert darüber hinaus erhebliche Sachkenntnis und Umsicht. Die Entwickler von Bitcoin raten − auch aufgrund der extremen Volatilität − derzeit von einer Verwendung von Bitcoin für wichtige Sparguthaben explizit ab und schreiben:

„Consequently, keeping your savings in bitcoin is not recommended. Bitcoin should be considered as a high risk asset, and you should never store money that you cannot afford to lose with Bitcoin.“[92] (Deutsch: "Folglich kann nicht empfohlen werden, seine Ersparnisse in Bitcoins umzuwandeln. Bitcoins sollten als hochriskante Anlage betrachtet werden, und Sie sollten niemals mehr Geld in Bitcoins anlegen, als Sie sich leisten können, zu verlieren.")

Für noch höhere Anforderungen unterstützt das Bitcoin-Protokoll die Transaktion von Guthaben an Adressen, welche mehrere Signaturen zur Freigabe erfordern, deren private Schlüssel sich wiederum auf unterschiedlichen Geräten befinden. Solche Multi-Signatur-Transaktionen, die als sehr sicher gelten, sind bisher allerdings erst beim Bitcoind-Client verfügbar, der über eine Kommandozeile genutzt wird.

Siehe auch: Sicherheit beim Onlinebanking, Informationssicherheit

Zusammenhang zwischen Bitcoin-Adressen, Wallets und Transaktionen

Die Beziehung zwischen Bitcoin-Adressen, Wallets und Transaktionen wird weitgehend automatisch von der Client-Software verwaltet. Für eine korrekte Datensicherung muss ein Nutzer jedoch die Unterschiede kennen.

  • Bitcoin-Adressen beinhalten einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ermöglicht das Empfangen von Beträgen. Der private Schlüssel muss immer geheim gehalten werden, er ermöglicht das Senden von Beträgen.
  • Transaktionen schreiben einer oder mehreren Adressen Beträge gut, die wiederum einer oder mehreren Adressen entnommen werden. Dabei können Guthaben sowohl aufgeteilt als auch aus mehreren Adressen zusammengeführt werden. Die Beträge werden von den sendenden Adressen immer vollständig abgezogen. Falls „Wechselgeld“ übrig bleibt, werden diese neuen Adressen gut geschrieben, die dem bisherigen Besitzer gehören. Adressen sollen aus Sicherheitsgründen immer nur einmal benutzt werden. Somit verbraucht (wegen des „Wechselgeldes“) auch das Senden von Beträgen Adressen.
  • Wallets sind Sammlungen von öffentlichen und privaten Adressen und stellen so etwas wie Konten dar, für welche die Software benötigte Adressen verwaltet. Damit Guthaben korrekt gesichert werden können, müssen immer alle Adressen in einem Wallet gesichert werden. Für die Erzeugung von Adressen gibt es zwei Alternativen:
  1. Klassische Clients erzeugen Adressen aus langen Zufallszahlen (Nichtdeterministische CSRNG), die sehr sicher vor kryptographischen Angriffen sind. Damit Backups zukünftige Transaktionen abdecken, werden z.B. 100 Adressen auf Vorrat erzeugt. Da dieser Vorrat begrenzt ist und nach jeder erfolgten Transaktion neu aufgefüllt wird, müssen die Backups regelmäßig erneuert werden.
  2. Manche Clients erzeugen Adressen aus einer deterministischen Pseudozufallszahlen-Folge (Deterministische CSRNG). Diese wird eindeutig durch einen langen "Seed-Wert" bestimmt. Der Seed-Wert ermöglicht die Rekonstruktion sämtlicher Adressen (auch solchen, die erst in der Zukunft erzeugt werden), und muss daher ebenfalls unbedingt geheim gehalten werden.
Solche "deterministische Wallets" haben den Vorteil, dass ein einmaliges Backup des Seed-Wertes ausreicht, um die privaten Schlüssel rekonstruieren zu können. Damit ergibt sich eine höhere Sicherheit vor Verlust. Derartige Sicherungen auf Papier werden als „Paper Wallet“ bezeichnet.

Beide Arten von Wallets müssen zusätzlich mit einem Passwort verschlüsselt werden, wenn eine Absicherung gegen einen Zugriff Dritter erforderlich ist.

Die manchmal vorgeschlagene Erzeugung von Seeds oder privaten Schlüsseln aus gut merkbaren Passphrasen bietet keine ausreichende Sicherheit gegen Brute-Force-Attacken, die mit hoher Geschwindigkeit erfolgen können.[93]

Integrität von Client-Software

Eine Überprüfung der Integrität der Software wird dadurch ermöglicht, dass sie als Open-Source-Software im Quelltext verfügbar ist. Die Überprüfung der Authentizität von heruntergeladenen binären Releases wird anhand der in der FLOSS-Community üblichen digitale Signaturen und Vergleich kryptographischer Hashfunktionen vorgenommen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Bitcoin-Börsen

Eines der Risiken bei der Nutzung von Bitcoin-Börsen und Handelsplattformen ist die Ausspähung von Passwörtern durch Erraten oder Cracken schwacher Passwörter oder Malware in Form von Keyloggern. Beim gängigen Online-Banking wird deswegen in aller Regel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt, beispielsweise in Form von Password in Kombination mit mTAN. Eine solche Absicherung durch Implementierungen wie Google Authenticator[94] oder YubiKey wird inzwischen auch von zahlreichen Tauschbörsen angeboten.[95][96][97]

Signaturen bei geschäftsmäßiger Verwendung

Im Bitcoin-System kann jeder Teilnehmer eine unbegrenzte Anzahl Bitcoin-Konten erstellen, ohne dass dies von einer unabhängigen Instanz geprüft oder in irgendeiner Form überwacht wird. In Verbindung mit der technischen Eigenschaft der Nicht-Umkehrbarkeit von Transaktionen sind je nach Rahmenbedingungen Betrugsszenarien oder Manipulationen denkbar, wie dem Austausch der Bitcoin-Adresse in elektronisch versandten Rechnungen durch Man-in-the-middle-Angriffe, Rechnungsfälschungen oder einer betrügerischen Abrede eines Zahlungsempfangs. Diese Schwierigkeit ist prinzipbedingt: Da sich Bitcoin nicht auf Institutionen wie Banken oder Gerichte stützt, an die Vertrauen delegiert wird, muss auch das Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern individuell hergestellt werden.

Deswegen muss bei Geschäftsabläufen ausreichend sichergestellt werden, dass Bitcoin-Konten auch wirklich ihren genannten Eigentümern gehören. Insbesondere bei umfangreichen Geschäften mit noch nicht bekannten Handelspartnern muss die Korrektheit der Empfängeradresse belegbar nachvollzogen werden.[98] Für Person-zu-Person-Geldgeschäfte wurde hierzu mit Bitcoin-OTC bereits früh ein eigenes, auf GnuPG basierendes, Web of Trust etabliert, dessen Nutzung allerdings technisch relativ anspruchsvoll ist.[99]

Neuere Clients bieten hierzu eine Funktion an, mit der Textnachrichten vom Sender durch starke Asymmetrische Verschlüsselung anhand einer ihm gehörenden öffentlich bekannten Adresse signiert werden können. Der Empfänger kann umgekehrt im Client die Zugehörigkeit zu dieser Adresse zweifelsfrei feststellen. Die Integrität der öffentlichen Adresse wiederum kann beispielsweise anhand des dezentralen Web of Trust von GnuPG oder auch eine hierarchische Public-Key-Infrastruktur und (bei Webseiten) durch SSL-Zertifikate nachgewiesen werden.[100]

Debitorenrisiko (Counterparty Risk)

Online-Handel im Internet beinhaltet häufig ein erhöhtes Debitorenrisiko (engl. Counterparty Risk). Bei Transaktionen mit Bitcoin existieren wichtige Besonderheiten.

Debitorenrisiko beim Handel mit Waren mit Bitcoins als Zahlungsmittel

Zahlungen mit Bitcoin können nicht durch den Zahlenden rückgängig gemacht werden. Für Verkäufer bedeutet das ein geringeres Ausfallrisiko. Wenn in anderen unbaren Zahlungsarten eine Gebühr für eine Absicherung gegen Ausfälle z. B. oder der Vorbehalt von Rückbuchungen kalkuliert ist, kann das geringere Kosten bedeuten. Da im Handel die Gewinnmargen oft sehr gering und Gebühren für unbare Zahlungsdienste oft mehrere Prozent betragen können, kann dies einen signifikanten Preisvorteil für beide Seiten mit sich bringen. Andererseits entfallen für den Käufer Schutzmechanismen wie beispielsweise die Möglichkeit, Lastschriften für nicht gelieferte Ware zurückzugeben; er trägt also das volle Zahlungsrisiko. Das bedeutet, dass Geschäfte ein höheres Maß an Vertrauen benötigen und unter Umständen zusätzliche Absicherungen angezeigt sind, etwa durch digital signierte Kaufangebote, eine Webrecherche bezüglich der Reputation des Anbieters, und einen Nachweis der Identität und Bonität des Verkäufers.

Debitorenrisiko bei Geldgeschäften

Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Anbieter, welche Bitcoin gegen Geld handeln. Hier bietet der z. B. Eingang einer Zahlung per Kreditkarte (soganannten „weichen“ Zahlungsmitteln) keinen Schutz dafür, dass die Zahlung nicht nach der Transaktion der Bitcoins rückgängig gemacht wird. Der Verkäufer hat in diesen Fällen praktisch keine Möglichkeit, seinen Anspruch durchzusetzen. Dazu kommt, dass Dienste wie PayPal oder Moneybookers in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen derartige Geschäfte explizit untersagen und der Verkäufer damit rechnen muss, dass sein Konto eingefroren und Guthaben einbehalten werden. Deswegen wird von einer Nutzung dieser Zahlungsdienste dringend abgeraten. Bestimmte Zahlungsdienstleister und Anbieter von Cyberwallets wie Dwolla (am 15. Mai 2013 vom United States Department of Homeland Security untersagt[101]) und OKPay sowie „harter“ e-Currencies wie Liberty Reserve arbeiten dagegen mit Bitcoin-Börsen wie MtGox zusammen.[102]

Dieses Debitorenrisiko besteht in gewissem Umfang auch bei Überweisungen. Es ist zwar für den Kunden einer Bank praktisch nicht möglich, eine einmal abgeschickte Überweisung rückgängig zu machen. Im Fall nicht autorisierter Überweisungen wird jedoch die Bank des Absenders regelmäßig eine Rückbuchung des Betrages veranlassen, auch wenn der Verkäufer seine Leistung schon erbracht hat. Wegen der Nicht-Umkehrbarkeit von Bitcoin-Transaktionen wäre in diesem Fall letztendlich der Verkäufer der Geschädigte.[103] Um das Debitorenrisiko so gering wie möglich zu halten, sind einige Bitcoin-Börsen dazu übergegangen, die Bankverbindung von Käufern durch eine 1-Cent-Überweisung zu verifizieren. Dies schützt Verkäufer vor einer möglichen Verwicklung in betrügerischen Geschäfte.

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Bitcoin-Clients

Electrum Client mit Ansicht der Transaktionsgeschichte und des resultierenden Saldos

Ein Bitcoin-Client stellt eine spezielle Implementierung des Bitcoin-Protokolls dar. Die Clients unterscheiden sich bezüglich der Anzahl an Features und bezüglich der Handhabung der Block Chain. Diese stellt ein Verzeichnis aller bisherigen Transaktionen dar, welches bei vollständigem Herunterladen mehrere Gigabyte Speicherplatz und eine entsprechend lange Zeit benötigt.

PC-Plattform - plattformunabhängig

Name Entwickler Programmiersprache Betriebssysteme Lizenz Bemerkungen
bitcoin-qt (Original-Client)[104] Satoshi Nakamoto und andere C++ Windows, Linux, Mac OS X MIT-Lizenz bewährter Client mit Basisfunktionalität, vollständige Block Chain, daher anfangs lange Ladezeit
Multibit[105] Jim Burton Java Windows, Linux, Mac OS X BSD-Lizenz Schwerpunkt auf einfache Bedienung, Geschwindigkeit, geringen Ressourcenbedarf
Electrum[106] Python Windows, Linux, Mac OS X, Android GPL reduzierte Block Chain, Nutzung von Guthaben auf mehreren Geräten
Bitcoin Wallet[107][108] Andreas Schildbach Java Android, BlackBerry OS GPLv3 Schwerpunkt auf einfacher Bedienung und hoher Sicherheit, ist unabhängig von Servern und Web Services
Armory[109] Python Windows, Linux AGPL 3 Erweiterung von bitcoin-qt mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen für erfahrene Nutzer; vollständige Block Chain, Export / Import von Schlüsseln, Unterstützung von „Cold Storage“

Android Smartphone Clients

Für die Android-Plattform existieren mehrere Open-Source-Implementationen mit Zusatzeigenschaften, die für den mobilen Betrieb nützlich sind. Die Android-Apps laden typischerweise nach der Installation eine reduzierte Fassung der Block Chain herunter, was über WLAN etwa eine Minute dauert. Eine Bitcoin-Adresse des Wallets auf dem Smartphone kann als QR-Code angezeigt werden. Dieser enthält einen speziellen Uniform Resource Identifier mit der benötigten Bitcoin-Adresse sowie dem Betrag.[110] Zum Ausführen von Zahlungen können QR-Codes mit der Kamera des Telefons gescannt werden. Es ist auch möglich, Zahlungen später zu versenden, wenn gerade keine Internetverbindung besteht. Zusätzlich bestehen Optionen zur Sicherung der Wallet.[111][112][113]

Im März 2011 wurde Bitcoin Wallet veröffentlicht,[114] ein aktueller Bitcoin-Client für Android Smartphones. Der Client ist Open Source Software[115] unter GPLv3-Lizenz. Das Augenmerk der Entwickler liegt auf einfacher Bedienung und hoher Sicherheit. Die App unterstützt neuartige Features wie Bitcoin URIs per QR-Code oder NFC.

Ein weiterer Client für Android ist Electrum. Der Electrum Client ermöglicht es aufgrund des Konzepts deterministischer Schlüssel, parallel mit mehreren Clients auf dieselben Guthaben zuzugreifen, die „Geldbörse“ befindet sich also „in der Cloud“. Damit reduziert sich auch die beim Programmstart benötigte Zeit, um die Transaktionsdaten zu laden.

Webbasierte und hybride Wallets

Daneben existiert eine Vielzahl von Webdiensten, die eine Online-Wallet anbieten. Die Sicherheit der Guthaben hängt hier völlig von der serverseitigen Sicherheit und der (schwer verifizierbaren) Vertrauenswürdigkeit der Anbieter ab. Eine Alternative zum Beispiel für mobile Plattformen, für die kein regulärer Client angeboten wird, sind hybride Wallets, wie zum Beispiel die von blockchain.info angebotene "My Wallet" Websoftware.[116] Bei dieser wird der auszuführende Code vom Server des Anbieters geladen, die geheimen Schlüssel werden jedoch clientseitig verschlüsselt und übertragen.

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Technik

Überblick

Die Teilnehmer wählen sich mit einem Programm (Client) in das unstrukturierte Peer-to-Peer-Netzwerk ein. Das Programm informiert sich automatisch über alle früheren Überweisungen und erzeugt Adressen für den Zahlungsempfang. Jeder Benutzer besitzt eine von Bitcoin vergebene eindeutige Identifikationsnummer mit 33 Stellen.[117]

Geldüberweisungen finden als Transaktionen zwischen solchen Adressen statt. Diese Adressen stellen eine Kurzform (Fingerprint) der öffentlichen Schlüssel eines asymmetrischen Schlüsselpaars dar. Die Adresse gibt jeweils der Zahlungsempfänger dem Absender der Zahlung bekannt. In einer Transaktion wird der öffentliche Schlüssel des Absenders für alle Teilnehmer sichtbar und nachprüfbar. Der private Schlüssel ist nur dem Teilnehmer bekannt, der das Schlüsselpaar erzeugt hat. Mit diesem Schlüssel signiert der Sender die Überweisung an den Empfänger. Dadurch ist sichergestellt, dass nur der Besitzer des privaten Schlüssels eine Transaktion autorisieren kann. Gleichzeitig bedeutet der Verlust des privaten Schlüssels auch den Verlust der dazugehörigen Bitcoins.

Die Transaktionen werden nun allen anderen Teilnehmern des Netzwerks bekannt gemacht. Dies muss so erfolgen, dass Störungen oder Verfälschungen der Netzwerkkommunikation sowie bösartige Versuche, falsche Transaktionen zu registrieren, keinen Schaden anrichten. Diese Aufgabenstellung zur dezentralen Entscheidungsfindung, die auch „Problem der byzantinischen Generäle“ genannt wird, entspricht in verteilten Systemen der Problemklasse byzantinischer Fehler.[118][119][120][121]

Bei der von Bitcoin umgesetzten Lösung werden die Transaktionen in ein signiertes, vom ganzen Netzwerk unterhaltenes Verzeichnis eingetragen. Dabei vertraut jeder Teilnehmer darauf, dass die Mehrheit ehrlich ist, ohne dabei jedoch einem bestimmten einzelnen Teilnehmer vertrauen zu müssen. Um zu verhindern, dass ein Teilnehmer dieselben Bitcoins mehrfach ausgibt („double Spending“), werden Transaktionen zunächst im gesamten Peer-to-Peer-Netz mit einem Flooding-Algorithmus verbreitet.

Die Transaktionen, die im Netz bekannt gemacht werden, werden von jedem Teilnehmer in einem Block gesammelt. Teilnehmer können durch Einsatz von Rechenleistung versuchen eine kryptographische Aufgabe zu lösen, um ihren Block öffentlich zu machen. Die Aufgabe beinhaltet die Umkehrung einer Einwegfunktion: Sie ist nur mit hohem Rechenaufwand zu bewerkstelligen, aber ihre korrekte Lösung mit sehr geringem Rechenaufwand überprüfbar. Die Lösung einer Aufgabe entspricht einem Proof of Work ähnlich dem Hashcash-Verfahren, wobei alle Teilnehmer unabhängig voneinander versuchen können, eine gültige Lösung zu finden. Da weder die Lösung der Aufgabe noch ihre Verifikation einen geheimen Schlüssel benötigt, müssen sich die Client-Rechner nicht gegenseitig vertrauen.

Wenn ein Client eine solche Aufgabe löst, macht er seinen Block mit einer Auswahl der ihm bekannten, öffentlichen Transaktionen publik. Nachdem das gelungen ist, erhält er von den anderen Clients die Anerkennung einer Belohnung in Form einiger neu erzeugter Bitcoins, das heißt, er darf im Block eine Gutschrift an sich selbst verzeichnen. Durch diesen Vorgang, der Mining genannt wird, beteiligen sich die Teilnehmer an der Erzeugung neuer Bitcoins und führen somit auch die Geldschöpfung dezentral durch. Der nun im System veröffentlichte Block legt die in ihm enthaltenen Transaktionen verbindlich fest. Er wird bei der Signierung mit dem jeweils vorhergehenden Block verkettet, wodurch eine Block Chain oder Blockkette entsteht. Anschaulich kann man dieses System mit einer großen Gruppe von Notaren erklären, die immer wieder gegenseitig ihre Unterschriften unter einer Folge von Dokumenten prüfen und mit weiteren Unterschriften bestätigen.

Der Client, der einen neuen Block erzeugt, kann Transaktionen zurückhalten, indem er sie nicht in einen Block aufnimmt. Er kann jedoch weder gefälschte Transaktionen erstellen noch eine der bestehenden Transaktionen verfälschen, da diese vom Absender jeder Transaktion digital signiert sind. Bitcoin verwendet zur Signierung von Transaktionen das Elliptische-Kurven-Kryptosystem ECDSA in der 256-Bit-Konfiguration secp256k1.[122]

Da die Blockkette und die bestätigten Transaktionen öffentlich einsehbar sind, ist Bitcoin nicht vollständig anonym. Gibt ein Benutzer seine Adresse bekannt, so kann man sämtliche Transaktionen dieser Adresse nachverfolgen. Um die Rückverfolgbarkeit einzuschränken, unterstützt Bitcoin den Umgang mit mehreren Adressen in einer elektronischen Geldbörse, dem Wallet.

Die Aufgaben werden so ausgelegt, dass im Schnitt alle 10 Minuten ein zufälliger Client, der am Mining beteiligt ist, als erstes eine Lösung findet. Die Wahrscheinlichkeit eines Teilnehmers, die richtige Lösung zu finden, ist proportional zu der eingesetzten Rechenleistung. Alle zwei Wochen passen die Clients den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben an, damit das System trotz gestiegener oder gesunkener Gesamtrechenleistung weiterhin im Schnitt alle 10 Minuten zu einer Aufgabe eine Lösung findet. Lösungen, die dem aktuellen Schwierigkeitsgrad nicht entsprechen, werden von anderen Clients nicht akzeptiert.

Als Anreiz für den Erzeuger eines Blocks, eine fremde Transaktion zu bestätigen, kann der Überweisungssender zusätzlich eine Transaktionsgebühr an ihn zahlen. Durch die Transaktionsgebühr soll auch dann ein Anreiz bestehen, kryptographische Aufgaben zu lösen und somit Blöcke zu erzeugen, wenn die geplante Menge an Einheiten erreicht wird und keine neuen Bitcoins mehr erzeugt werden können. Des Weiteren soll durch die Transaktionsgebühr die Anzahl an Transaktionen entsprechend der Kapazität geregelt werden.

Adresse und Wallet

Als Bitcoin-Adresse dient der Fingerprint des öffentlichen Schlüssels, berechnet mit SHA-256 und RIPEMD-160. Neben dem Fingerprint ist in der Adresse auch ein 32 Bit langer Hash-Wert enthalten, durch den wie bei einer Prüfsumme Übertragungs- oder Tippfehler erkannt werden sollen. Das Ergebnis ist mit Base58 kodiert, einer Variante des bekannteren Base64, jedoch ohne die Zeichen I, O, l, 0, + oder /. Eine beispielhafte Adresse wäre etwa 1EQodj2MkD6iL5X4MZ7Pc6kWMArF7moW6E. Die vom Client erzeugten Schlüsselpaare und Fingerprints werden in der Binärdatei wallet.dat gespeichert. Diese Datei ist also genau genommen eine Art Schlüsselbund (Keyring) mit geheimen Schlüsseln. Ab der Version 0.4.0 des Clients können die privaten Schlüssel in ihr auch passwortgeschützt verschlüsselt werden.

Prinzipiell ist es auch möglich, gültige private Schlüssel auf Rechnern ohne Netzwerkverbindung zu erzeugen und Beträge an die zugehörigen öffentlichen Schlüssel zu übertragen (Bitcoin Off The Grid).[123] Um über solche Beträge zu verfügen, muss der zugehörige private Schlüssel in die wallet.dat importiert werden. Darüber hinaus unterstützt das Bitcoin-Protokoll auch Transaktionen, die nur mit mehrfachen unabhängigen Signaturen gültig werden und beispielsweise Treuhand-Dienste (Escrow) oder höhere Sicherheitsanforderungen unterstützen. Diese zusätzlichen Sicherheitsmerkmale werden von Clients allerdings bisher nicht unterstützt.

Mining

Vorhersage der Gesamtmenge an Bitcoins bis zum Jahr 2033

Als Mining wird die Bereitstellung von Rechenleistung für das Bitcoin-Netzwerk bezeichnet und wird mit neu erzeugten Bitcoins sowie Transaktionsgebühren belohnt. Die kryptographische Aufgabe beim Mining besteht darin, mittels zweifacher SHA-256-Berechnung einen Hash-Wert zu finden, der unterhalb eines gewissen Grenzwerts liegt. Der Grenzwert ergibt sich aus dem aktuellen Schwierigkeitsgrad, der in regelmäßigen Abständen von den Clienten so angepasst wird, dass durchschnittlich alle zehn Minuten ein Block gelöst, d.h. ein entsprechender Hash-Wert gefunden wird. Als Eingabedaten für die Berechnung des Hash-Werts dient dabei der Header des neu zu erzeugenden Blocks.

Bei neu geschaffenen Bitcoins besteht die erste Transaktion aus einer Überweisung der neu erzeugten Bitcoins zu einer beliebigen Wallet. Da hier jeder Teilnehmer bestrebt ist, seine eigene Wallet-Adresse einzusetzen, sind die Headerdaten zu denen der gesuchte Wert passen muss, für jeden Clienten unterschiedlich. Somit berechnet jeder Client eine etwas andere Aufgabe, wenn auch mit demselben Schwierigkeitsgrad. Die Nonce als beliebig gewählte Zahl dient dazu, den Hashwert der Eingabedaten so zu wählen, dass der aktuelle Blockkandidat die gesuchte Lösung ergibt. Mit einer Größe von 32 Bit ist der Nonce-Suchraum beim Mining nach einigen Sekunden oder Minuten durchlaufen. Um weitere Blockkandidaten zu prüfen, kann entweder der Zeitstempel oder eine weitere Nonce verändert werden, die sich in den Transaktionsdaten befindet.

Die Menge der neu erzeugten Bitcoins ist derzeit auf 25 Bitcoins pro Block beschränkt. Versucht ein Client mehr Bitcoins zu erzeugen als ihm zustehen, wird sein Block von anderen Clients nicht akzeptiert. Ursprünglich wurden 50 Bitcoins pro Block erzeugt. Diese Zahl halbiert sich alle 210 000 Blöcke, was etwa vier Jahren entspricht, sodass die maximale Anzahl an Bitcoins, die jemals erzeugt werden können, auf 21 Millionen festgelegt ist. Da ein Bitcoin (in der aktuellen Client-Version) in 100 Millionen Einheiten unterteilt werden kann, ergibt sich eine Gesamtzahl von 2{,}1\cdot 10^{15} diskreten Einheiten.

Rechenaufwand beim Mining

Die Erzeugungsrate neuer Bitcoins berechnet sich durch die Formel (6 × 25 Bitcoins/Stunde) × (eigene CPU-Geschwindigkeit / Summe der totalen CPU-Geschwindigkeit des Netzwerkes). Diese Rate wird durch die Software dezentral gesteuert. Sie wird als Kriterium verwendet, ob eine Signatur einen gültigen neuen Block definiert. Das Mining per CPU auf einem handelsüblichen Computer würde bei dem Schwierigkeitsgrad im Juni 2011 im Durchschnitt mehrere Jahre bis zur Erzeugung eines Blocks dauern.[124] Mining lohnt sich daher nur auf Grafikprozessoren oder Hardwarebausteinen wie ASICs oder FPGAs. FPGAs verbinden hohe Hardwarekosten und niedrigen Stromverbrauch mit einer sehr hohen Rechenkapazität. Da mit der Zeit pro Einheit an Rechenleistung immer weniger Bitcoins erzeugt werden und der Stromkostenanteil daher steigt, werden etwa seit Ende 2011 FPGAs verstärkt genutzt. Eine gewinnbringende Erzeugung von Bitcoins durch reguläre Nutzer oder Malware auf normalen PCs, über die gelegentlich berichtet wird, ist seitdem unrealistisch.

Die Integer-Rechenkapazität des Netzwerks betrug im März 2013 rund 660 Petaflops.[125] Das entspräche etwa der 37,5-fachen Leistung des derzeit schnellsten Supercomputers Titan, die verfügbare Rechenleistung schwankt jedoch. Außerdem sind es unterschiedliche Maße, da Supercomputer auf Gleitkomma-Operationen optimiert sind, das Mining verwendet jedoch ausschließlich Integer-Operationen.

Schätzungen für den Stromverbrauch bewegen sich Anfang August 2011 zwischen 24 Megawatt und 200 Megawatt, was dem Stromverbrauch einer Kleinstadt beziehungsweise Großstadt entspräche.[126] Schätzungen im Dezember 2012 gehen bei einer Hashrate von 25 Terahashes pro Sekunde und 650 Watt benötigter Leistung pro Gigahash/Sekunde von einem Stromverbrauch von ca. 15 Megawatt aus.[127] Durch das Erscheinen von ASIC-Technologie für Bitcoin-Mining wird mit einer Leistungsaufnahme von ca. 1 Watt pro Gigahash/Sekunde zzgl. der benötigten Leistung für einen Computer zur Ansteuerung gerechnet.[128]

Seit Ende Januar 2013 stehen erste, speziell zum Mining entwickelte ASICs zur Verfügung. Mehrere beteiligte Firmen geben das erste Quartal 2013 für den Beginn der Auslieferung an.

Block Chain

Die bestimmende Blockkette (schwarz) besteht aus der längsten Folge von Blöcken ausgehend vom Ursprung zum aktuellen Block. Alternative Ketten verwaisen (grau), sobald sie kürzer als eine andere Kette sind.

Da jeder neu erzeugte Block einen Verweis auf den vorangehenden Block enthält, entsteht somit eine überprüfbare Kette von zusammenhängenden Blöcken, in denen sämtliche getätigten Transaktionen enthalten sind. Die Blockkette wird auf allen Clients gespeichert und benötigt derzeit etwa 6 GB Speicherplatz (Stand: März 2013).[129] Neu beitretende Clients laden die Kette aus dem Peer-to-Peer-Netz herunter und prüfen sie gegen einen im Client fest integrierten Genesisblock. Es kann vorkommen, dass zwei verschiedene Clients zur selben Zeit einen neuen gültigen Block erzeugen. Aufgrund der Ausbreitungszeit von Blöcken im Peer-to-Peer-Netz können somit unterschiedliche Blockketten entstehen. Um diesen Umstand aufzulösen, verwenden Clients immer die jeweils längste Blockkette und führen auch das Mining auf der längeren Kette durch. Somit setzt sich eine Blockkette durch und die andere wird aufgegeben. Nach sechs aufeinanderfolgenden Blöcken gilt eine Transaktion als verbindlich bestätigt, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass eine solche alternative Blockkette im Umlauf ist oder ein Angreifer die Rechenleistung zur Erzeugung von sechs aufeinanderfolgenden manipulierten Blöcken aufbringen konnte.

Das Bootstrapping, also die initiale Suche nach Peers, findet automatisiert über den Internet Relay Chat (IRC) statt. Nachdem ursprünglich freenode verwendet wurde, wurde mit zunehmender Nutzerzahl Mitte 2010 auf irc.lfnet.org ausgewichen. Schlägt das IRC-Bootstrapping fehl, greift der Client auf eine mitgelieferte Liste von Peers zu. Bereits verbundene Peers tauschen Adressen untereinander aus. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Bootstrapping über das Domain Name System durchzuführen.

Softwarefehler und Angriffsszenarien im Bitcoin-System

Potenziell schwerwiegender als Hacks von Tauschbörsen sind Softwarefehler im Bitcoin-System selbst, d.h. im Protokoll oder seiner Implementation in verbreiteten Softwareclients. Theoretisch können solche Fehler zum Unbrauchbarwerden oder zum Zusammenbruch des Systems führen. Allerdings lässt sich die Software verändern, wenn die Besitzer von mindestens 51 % der Rechenleistung überzeugt werden können, dass eine bestimmte Änderung sinnvoll ist. Wenn dies zu Bitcoin-Einheiten führt, die für eine frühere Version der Software nicht mehr gültig ist, wird dies als Hard Fork bezeichnet.

Integer-Overflow-Fehler bei der Verrechnung von Transaktionen im August 2010

Am 15. August 2010 wurde der bisher schwerste Softwarefehler im Bitcoin-System entdeckt und behoben. Grundsätzlich wird geprüft, ob die Summe der Ausgänge einer Transaktion die der Eingänge nicht überschreiten. Eine eigens präparierte Transaktion führte aufgrund eines fehlerhaften Ganzzahlüberlaufs (Integer Overflow) zu einer nicht geprüften negativen Gesamtsumme, so dass die Transaktion fälschlich als gültig akzeptiert wurde und zu einer Gutschrift von 2^63/10^8, entsprechend 184 Milliarden BTC führte. Für die Behebung war es notwendig, das Netzwerk umgehend zu stoppen und ein eilig erzeugtes Update zu verteilen. Die ungültige Transaktion wurde aus der Block Chain entfernt.[130][131]

Zeitweilige Blockchain-Abspaltung am 11. März 2013

Am 11. März kam es aufgrund eines Softwarefehlers zu einer Abspaltung (Fork) der Blockchain. Ursache war, dass die Version 0.8 der Referenzimplementation der Bitcoin-Software so geändert worden war, dass ein Block eine größere Anzahl von Transaktionen umfassen konnte, um die stark wachsende Zahl von Transaktionen zu verarbeiten. Gleichzeitig wurde das Datenbank-Backend des Client zur Speicherung der Blöcke von Berkeley DB auf eine leistungsfähigere Datenbank umgestellt. Durch die Version 0.8 wurde ein großer Block erzeugt, den die alte Version 0.7 als ungültig ablehnt, da dabei ein Limit der Datenbank überschritten wird.[132] Die hierdurch entstandene Abspaltung der Blockchain war eine problematische Situation, da die neu erzeugten Geldeinheiten nur für einen der beiden Zweige gültig sind.

Als Gegenmaßnahme riefen die Entwickler dazu auf, die Version 0.8 nicht mehr für das Mining einzusetzen und ausschließlich hierfür auf Version 0.7 zurück zugehen. Somit wurde die durch die ältere Version unterstützte Blockkette zur längsten Kette und in Folge der in die Software eingebauten Regeln auch von den Clients der Version 0.8 als gültig anerkannt. Die von der neueren Software bestätigten Transaktionen wurden automatisch in die mehrheitlich verwendete Blockchain übernommen, womit die Situation bereinigt war. Bis auf die neu geschöpften und mit dem nun ungültigen zu großen Block verknüpften Geldeinheiten gingen keine Transaktionen oder Guthaben verloren.

Um sicherzustellen, dass keine Coins in beiden Blockchains gleichzeitig gezielt ausgegeben werden konnten (Double Spend Attacke),[133] suspendierten die Börsen kurzzeitig die Annahme von Bitcoin-Einzahlungen.[134][135][136][137]

In Folge des Zwischenfalls brach der Kurs innerhalb von zwei Stunden von 48,50 US-Dollar auf 38,00 US-Dollar ein und erholte sich in den nächsten drei Stunden auf rund 45 US-Dollar.

Der Vorfall wurde von den Entwicklern von Bitcoin als Anlass genommen, an den experimentellen Status des Systems zu erinnern, aufgrund dessen auch katastrophale Fehler nicht völlig auszuschließen sind.[138]

Szenario eines 51%-Angriffs

Die Situation eines Forks der Blockchain ist deswegen von sehr hoher Bedeutung, weil genau diese Art von Situation auch aufträte, wenn jemand versuchen würde, mit einer Softwareänderung „ungültige“ Blöcke zu erzeugen oder die Währung durch eine Erzeugung zusätzlicher Geldeinheiten zu inflationieren. Dies kann aufgrund zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen nur gelingen, wenn die Besitzer von mehr als der Hälfte der Rechenleistung im gesamten Peer-to-Peer-Netzwerk die neu erzeugten Blöcke und Transaktionen akzeptieren. Da eine Inflationierung jedoch zu einer Entwertung von Bitcoin-Guthaben und Erträgen der Miner führt, ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Mehrheit gefunden wird.

Eine Unterwanderung des Bitcoin-Netzwerks durch die Konzentration von großen Mengen an Rechenleistung durch einzelne Akteure ist theoretisch denkbar. Sie wäre jedoch mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden und könnte durch geeignete Modifikationen der Software vermutlich vereitelt werden.

Skalierbarkeit

Zielsetzung der Entwickler von Bitcoin ist es, basierend auf dem vorhandenen Protokoll ein System zu schaffen, welches der Leistungsfähigkeit von großen Zahlungsdienstleistern vergleichbar ist. Das bestehende Netzwerk ist allerdings nur eingeschränkt skalierbar, da für jede Transaktion immer einer der beteiligten Knoten eine Signatur durchführen und an alle anderen Teilnehmer verbreiten muss. Bei einer hohen Rate von Transaktionen können die Blöcke eine relativ hohe Datenmenge umfassen. Beim bestehenden Verfahren führt dies potenziell dazu, dass bei einer starken Nutzung die Bestätigung einer Transaktion lange Zeit benötigt oder der Rechenaufwand pro Signatur auf Kosten der Sicherheit gesenkt werden muss. Die bei einer erfolgreichen Ausweitung benötigte Rechenleistung kann nach Aussage der Entwickler jedoch durch eine Backbone-Struktur mit leistungsfähigen Multicore-Systemen erzielt werden. Die Verbreitung der Signaturen durch Fluten ist hingegen sehr effizient und würde auch bei starkem Wachstum nur selten sehr hohe Datenraten erfordern.[139]

Der Sicherheitsexperte Dan Kaminsky zieht, einhergehend mit ausdrücklicher großer Anerkennung für die Sicherheit der Implementation und des Prinzips von Bitcoin, die Skalierbarkeit in Zweifel.[140] Seiner Auffassung nach würde das Netzwerk bei einer starken Zunahme von Transaktionen Super-Knoten erfordern, da die benötigten Rechenkapazitäten und Netzwerk-Datenraten für normale Teilnehmer zu aufwendig würden. Solche Superknoten würden aber seiner Auffassung nach das Bitcoin-Netzwerk zwangsläufig in ein sehr stark zentralisiertes und hierarchisches Netzwerk verwandeln. Dieses hätte, so Kaminsky, fundamental andere Eigenschaften als das heutige Netzwerk, da die Superknoten effektiv die gleiche Rolle hätten, wie sie heutzutage Banken spielen: Insbesondere hätten sie die Macht, unerwünschte Transaktionen abzulehnen.

Dienste für Online-Händler

Mögliche Nachteile der Zahlung mit Bitcoin für Händler sind die erforderliche technische Betreuung und die Kursschwankungen, die Preiskalkulationen erschweren. Daher ist eine Reihe von Diensten entstanden, welche den Verkauf von Waren gegen Bitcoins erleichtern sollen. Ein Beispiel ist der Dienst bit-pay: Der Händler gibt den Preis seiner Ware in einer Fiatwährung an, der Preis wird automatisch in den Bitcoin-Preis umgerechnet und eine Bitcoin-Adresse erzeugt.[141] Eine eingehende Zahlung wird automatisch sofort dem Händler in der von ihm benutzten Währung gutgeschrieben, was das Kursrisiko für den Händler eliminiert und Risiken die aus der Nutzung von Online-Wallets entstehen, reduziert. Somit isoliert der Dienst den Händler von der Bitcoin-Transaktion und den Kunden von der Transaktion in der Fiatwährung. Solche Dienste können, da sie weitestgehend automatisierbar sind, wesentlich kostengünstiger als Zahlungen über Kreditkarte operieren, setzen aber das Vertrauen des Händlers (und in gewissem Ausmaß, auch der Kunden) in den Dienst voraus.

Bitcoin-Technik in anderen Projekten

Da Bitcoin unter der MIT-Lizenz steht, darf der Quellcode auch für andere Programme verwendet werden. Im Falle von Namecoin wurde so ein verteiltes Domain Name System (DNS) geschaffen. Alternative Währungen, die auf der Bitcoin-Technik aufbauen, sind Litecoin, PPCoin, Devcoin, Ixcoin und TerraCoin.

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Bekannte Abnehmer und Akzeptanzstellen

Die folgende Liste führt Akzeptanzstellen und Verwender, die zu einem Zeitpunkt der Entwicklung nennenswert waren, in chronologischer Reihenfolge auf. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; beispielsweise gab der Zahlungsdienstleister BitPay an, dass er im März 2013 Zahlungsvorgänge für 4000 Geschäftskunden abwickele, mit einem Umsatzvolumen von mehr als zwei Millionen Dollar.[142][143]

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Kursentwicklung

Der Wechselkurs für eine Einheit in US-Dollar stieg bis Sommer 2011 auf rund 30 US-Dollar an, sank danach auf 2 bis 3 US-Dollar und stabilisierte sich bis Juni 2012 um die 5-Dollar-Marke. Etwa ab September 2012 setzte ein stetiger Anstieg ein, der von gelegentlichen heftigen Schwankungen unterbrochen wird. Am 5. April 2013 notierte der Kurs bei 143,57 US-Dollar.[178]

Das Produkt aus dem Tauschkurs von Bitcoin und der Gesamtmenge ausgegebener Bitcoins wird als Marktkapitalisierung ("Market Capitalization)" bezeichnet und lässt sich mit der Geldmenge M1 von Staaten vergleichen.[179] Am 4. April 2013 überstieg dieser Kennwert mit rund 1,56 Milliarden USD die Geldmenge M0 von 54 kleineren Staaten und war etwa vergleichbar mit dem Kennwert für Moldavien.[180]

Gefahr von Spekulationsblasen

Da der Wert von Bitcoins frei ausgehandelt wird und sich zu einem großen Teil aus einer angenommenen Ausweitung der Nutzung ergibt, sind die Wechselkurse stark durch Spekulation beeinflusst. Daher kommt es immer wieder zu starken Preisanstiegen und Schwankungen im Tauschkurs; Schwankungen bis zu 10 % täglich liegen durchaus im Bereich des Normalen. Einen „objektiven Preis“ festzulegen, ist schwer möglich, so dass auch das Risiko eines ungebremsten Wertverfalls besteht. Deswegen wird immer wieder die Hypothese aufgestellt, dass eine aktuelle Kursentwicklung eine Spekulationsblase darstelle, die mit der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden vergleichbar sei.[181][182][183][184]

Der führende Entwickler Gavin Andresen vermutete im Juli 2010, dass mehrere Spekulationsblasen auftreten würden:

„Bitcoin will get mentioned someplace with lots of readers, a bunch of those readers will like the idea and try to buy Bitcoins, their price will rise which will draw even more people to "invest", which will drive the price up even more... until people decide that the price isn't going to rise any more and everybody rushes to sell before the price drops. I predict there will be between one and five Bitcoin bubbles (price will double or more and then crash back down below the starting price) in the next four years.“[185]

Tatsächlich gab es seit Beginn eines Börsenhandels mit Bitcoin immer wieder Phasen mit exponentieller Steigerung der Tauschkurse, gefolgt von Plateauphasen und Perioden fallender Kurse. So stieg beispielsweise der Tauschkurs für einen Bitcoin zwischen Oktober 2010 und April 2011 von rund 0,1 USD auf etwa 1 USD.[186][187] Sofern die Nutzung ebenfalls im Verhältnis zum Kurs exponentiell anwächst, ist demnach eine längerfristig stabile Preisentwicklung möglich.

Medienhype und spekulative Blasen

Im Juni 2011 kam es zu einem Medienhype um Bitcoin mit einer Vielzahl von Presseberichten und Erwähnungen,[188] die mit einem durch Spekulation bedingten extrem schnellen Anstieg der Kurse einhergingen (Spekulationsblase). Lag der Wert pro Einheit im November 2010 noch unter 0,07 USD pro BTC, wurde am 9. Juni ein Kurs von fast 30 USD pro Einheit erreicht.[189][190] Der Kurs sank dann schnell wieder und erreichte am 18. November 2011 mit einem Wert von rund 2,1 USD / BTC einen Tiefpunkt, ab dem wieder langsameres Wachstum einsetzte. Der Zustrom an Kapital durch den steigenden Gesamtwert der Währung regte jedoch als Folge die Gründung eine Vielzahl von Start-Ups von Tauschbörsen und Unternehmen an.

Februar 2013: Wechselkurs überschreitet bisherigen Höchststand

Am 28. Februar 2013 stieg der Kurs auf 34 US-Dollar beziehungsweise 26 Euro pro Bitcoin.[191] Der bisherige Höchststand war mit rund 32 US-Dollar im Juni 2011 erreicht worden.

Der Kursanstieg setzte sich in der Folge fort und erreichte am 6. März 2013 bereits 48 US-Dollar beziehungsweise 36 Euro pro Bitcoin, womit sich der Kurs seit Anfang 2013 verdreifacht hat.[192]

Kursentwicklung und Geldmenge ab Ende März 2013

Out of date clock icon.svg Dieser Artikel beschreibt die aktuelle Kursentwicklung. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.

Am 28. März 2013 erreichte die Gesamtmenge der bisher erzeugten Bitcoins einen Wert von einer Milliarde US-Dollar. Dies ging mit einem starken Kursanstieg bis auf 94 Dollar einher.[193]

Als einer der Treiber des Preisanstiegs wird neben einer ganzen Reihe vorheriger positiven Entwicklungen die Bankenkrise in Zypern vermutet, die nach Planungen zu einer Sonderabgabe auf jegliche Bankguthaben mit einem starken Anstieg des Interesses an Bitcoin in Spanien einher ging.[194][195] Auch die technische Qualität und Eigenschaften von Bitcoin als nicht inflationierbare virtuelle Währung wurden als Erklärung herangezogen.[196][197]

Im April 2013 stieg der Kurs bis auf 266 USD um dann (während massiver Überlastung und Distributed-Denial-of-Service Angriffen auf die größten Börsen Mt.Gox und Bitcoin-24) kurzzeitig wieder auf 60 USD zu fallen. Ende April konnte sich der Kurs dann wieder bei 130 USD einpendeln.

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Kontroverse

Kontroversen um Bitcoin betreffen vor allem drei Aspekte: Zum Ersten wird das Risiko eines Fehlschlags aufgrund einer Abwertung und langfristig mangelnden Vertrauens mit der Folge einer wieder sinkenden Nutzung diskutiert. Zum Zweiten werden mögliche Konsequenzen betrachtet, die sich aus einer dauerhaften Akzeptanz und einer hohen Verbreitung ergäben. Zum Dritten wird das Verhältnis zu bestehenden Normen und ihre langfristige Durchsetzbarkeit diskutiert.

Unabhängigkeit von Banken, Zahlungsdienstleistern und staatlichen Währungen

Seit der Debatte um WikiLeaks Mitte 2010 bzw. der Sperrung von WikiLeaks-Konten bei Visa, Mastercard und vor allem PayPal[198] wurde Bitcoin als Alternative diskutiert, da es keine übergeordneten Instanzen besitzt, die direkten Einfluss nehmen können.[199] Da die Sperre anhält, ohne dass es selbst nach Auffassung des ehemaligen US-Finanzminister Timothy Geithner eine rechtliche Grundlage dafür gibt, hat WikiLeaks dazu aufgerufen, Bitcoin zur Übermittlung von Spenden zu nutzen.[200][201]

Vorwurf eines Schneeballsystems

Im Zusammenhang mit den seit etwa Oktober 2010 zu beobachtenden starken Kurssteigerungen und der erhöhten medialen Aufmerksamkeit wird verschiedentlich kritisiert, dass Bitcoin Eigenschaften eines Schneeballsystems habe.

Kritiker werfen dem Bitcoin-System vor, dass nur Gewinne erzielt werden könnten, wenn sich neue Käufer fänden, die bereit wären Bitcoins zu höheren Preisen zu kaufen – so wie es momentan auch geschehe. Da Bitcoins jedoch an sich keinen (materiellen) Wert hätten, wäre es zwangsläufig, dass der Kurs auf Null fiele und so die breite Masse an Nachzüglern am Ende mit wertlosen Bitcoins dastünde. Dadurch hätte im Endeffekt ein Transfer von etablierten Währungen an die früheren Besitzer stattgefunden und das wiederum sei ein klassisches Merkmal eines Schneeballsystems.[202][203]

Befürworter von Bitcoin entgegnen dem, dass die Währung aufgrund ihrer inhärenten Eigenschaften sowie ihrer Handhabungsvorteile einen realen Nutzen darstelle[204] und dass die Kursgewinne mit Netzwerkeffekten begründbar wären. Die plötzlichen Kurssteigerungen wären Ergebnis einer schnellen Ausweitung der Nachfrage bei nur langsam wachsendem Angebot und würden für die früh eingestiegenen Beteiligten, aufgrund des hohen Risikos eines Misserfolges, eine Kompensation darstellen. Mit der Zeit würde die Währung aufgrund von Sättigungseffekten wahrscheinlich einen stabileren Kurs erreichen.[205]

Die Europäische Zentralbank befasste sich u. a. auch mit Bitcoin und dem Vorwurf eines Schneeballsystems in einem Oktober 2012 erschienenen Bericht.[206] Sie legt sich nicht fest, ob Bitcoin ein Schneeballsystem sei oder nicht. Zwar gebe es „keinen zentralen Organisator, der das System unterlaufen und mit den Geldern verschwinden [könne]“ und „außerdem verspricht das System niemandem hohe Profite“. Es gäbe jedoch eine klare Informationsasymmetrie, da das System zwar einerseits sehr komplex zu verstehen sei, es andererseits aber sehr leicht benutzt werden könne, ohne sich zuvor über die Risken eines Kollapses im Klaren zu sein.

Finanzielle Risiken

Der Ankauf nennenswerter Beträge in Bitcoins ist bisher eine hoch riskante Investition. Der Journalist Timothy B. Lee, der selbst in Bitcoins investiert hat, nennt die folgenden wichtigsten Risiken:[207]

  • Die Gefahr von irreversiblen Verlusten durch Malware, Datenverlust oder Einbrüchen bei Online-Börsen.
  • Das Risiko starker Einschränkungen durch staatliche Regulation als Maßnahme gegen Geldwäsche.
  • Eine Überlastung der Kapazität des Systems, die zumindest zeitweise Transaktionen langsam sowie kleine Transaktionen sehr teuer machen könnte.
  • Eine gegenüber dem steigenden Kurs und den damit verbundenen hohen Erwartungen zu geringe kommerzielle Nutzung.

Legitimität einer nichtzentralen Geldschöpfung

Falls die Zahlungseinheit sich etabliert und ein Handel mit ihr stattfindet, findet faktisch eine Geldschöpfung statt, die im Fall von Zentralbankgeld traditionell ein Monopol der Notenbanken darstellt, im Fall von Kredit- und Buchgeld jedoch vor allem durch die Geschäftsbanken stattfindet. Eine Vergrößerung der Geldmenge gegenüber den Warenwerten (sei es durch Bargeld oder Kreditgeld) führt bei gegebener Umlaufgeschwindigkeit tendenziell zu Inflation (siehe auch: Quantitätstheorie, Neutralität des Geldes). Durch den damit verbundenen Kaufkraftverlust bestehender Guthaben erfolgt letztlich immer ein Transfer von Vermögenswerten an die Geld ausgebende Stelle.

Im Fall von Bitcoins entfiele diese Einnahmequelle für die Zentralbanken. Daher wird beispielsweise vom deutschen InteressenverbandBundesverband Digitale Wirtschaft“ die Legitimität einer nichtzentralen Geldschöpfung bestritten. Nach Auffassung des Verbandes sind Bonus- und Guthabensysteme wie Vielflieger-Meilen, Linden Dollars, Facebook Credits oder Payback-Card nicht von diesem Legitimitätsproblem betroffen.

Das erwähnte Banknotenmonopol wird heute durch den Status des gesetzlichen Zahlungsmittels sowie in der EU durch das Münzgesetz von 2002 gestützt. Ein Verbot alternativer Währungen enthalten diese Rechtsnormen nicht. Eine neue Währung ist jedoch aufgrund der Netzwerkeffekte der etablierten Währungen extrem schwierig einzuführen.

Befürworter und Nutzer von Bitcoin vertreten die Auffassung, durch die Entkopplung der Geldschöpfung von zentralen Machtstrukturen lasse sich eine Demokratisierung des Geldwesens bewirken. Auch die Ablösung des bestehenden, im Wesentlichen auf Krediten bestehenden Systems, bei dem Geld stets mit Schuldzinsen belastet ist, wird teilweise als wünschenswert angesehen.[208][209]

Mögliche Folgen für die Geldpolitik

Am 1. Juni 2011 veröffentlichte der Bundesverband Digitale Wirtschaft eine Pressemeldung, in der er Verbrauchern von der Nutzung Bitcoins abrät. Diese hätten, da sie keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, „das Potenzial, der gesamten Gesellschaft […] durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden“. Des Weiteren widerspreche eine automatisierte Geldmengensteuerung wie im Falle der ‚Bitcoins‘ jeder Konjunkturpolitik und entziehe ihr damit den Boden.[210][211]

Parallel dazu gibt es jedoch auch die Entwicklung, dass Unternehmen wie der Online-Händler Amazon (Amazon Coins), Linden Labs (Linden Dollars), Facebook (Facebook Credits) oder Microsoft (Microsoft Points) eigene Währungen in Umlauf bringen oder dies versuchen. Zu den Vorteilen für die Unternehmen gehören eine größere Kundenbindung und ein Ausbau dominanter Stellungen am Markt. Darüber hinaus geben Verbraucher aus psychologischen Gründen virtuelles Geld leichter aus.[212]

Auch die Europäische Zentralbank sieht Risiken bei einer wachsenden Einführung frei konvertierbarer elektronischer Währungen, etwa durch geringere Preisstabilität oder Reputationsrisiken für die Zentralbanken.[213][214] Viele Befürworter von Bitcoin sehen die extrem lockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise ihrerseits als nicht nachhaltig an, kritisieren diese nachdrücklich und sehen den inhärenten Schutz gegen Inflation durch eine übermäßige Ausweitung der Geldmenge als langfristigen Vorteil von Bitcoin.

Auswirkungen auf das Steuersystem

Da für Finanzbehörden nicht ohne weiteres einsehbar ist, wer die Zahlungsbewegungen durch Kryptowährungen wie Bitcoin bewirkt, sind diese Währungen – ähnlich wie Bargeld – tendenziell für Steuerhinterziehung geeignet.

Die größeren Tauschbörsen und Exchanges legen jedoch auch in Bezug auf die Steuervorschriften auf die Erfüllung rechtlicher Vorgaben Wert. Das Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA), ein internationales Regelwerk zur Besteuerung der Einkommen von US-Bürgern im Ausland, das zukünftig auch in Japan gelten wird, ist einer der Gründe, warum die japanische Tauschbörse MtGox die Geschäftsbeziehungen zu seinen US-amerikanischen Kunden ab April 2013 über das amerikanische Unternehmen Coinlab (mittlerweile eingestellt[215]) führt.

Risiken von Deflation und Inflation

Deflationäre Risiken

Extreme Positionen gehen von einem inflationären Zusammenbruch der heutigen Weltwährungen aus und prognostizieren eine Nutzung von Bitcoins als alleinige Alternativwährung. Bei zunehmender Akzeptanz dieser Währung kann die damit verbundene Ausweitung des Handelsvolumens in Bitcoins entsprechend der Quantitätstheorie eine Deflation verursachen, die bei einer Nutzung von Bitcoin als alleiniger Währung aufgrund der unveränderbaren Geldmenge nicht durch Mittel der Geldpolitik bekämpfbar wäre.

Gerhard Rösl sagte hingegen in einem Interview, er könne keine offensichtlichen Probleme der Währung ausmachen. Er sehe kein erhöhtes Missbrauchspotential im Vergleich zu Bargeld und bei der Konzeption von Bitcoins sei offenbar darauf geachtet worden, dass die Wechselkurse sowohl im Hinblick auf andere Währungen als auch im Hinblick auf zu bezahlende Leistung flexibel seien.[216]

Die Auswirkungen von Währungen auf Preise und wirtschaftliche Prozesse werden unter dem Begriff der „Neutralität des Geldes“ diskutiert. Die Folgerungen der verschiedenen volkswirtschaftlichen Schulen sind hierbei sehr unterschiedlich und schwierig empirisch und in allgemeiner Form zu belegen.

Inflationäre Risiken

Im Gegensatz dazu gibt es auch Kritiker, denen zufolge die Akzeptanz von Bitcoin als alternative Währung zu einer beispiellosen Hyperinflation derselben führen würde. Spätestens wenn Kunden und Händler bereit sind Bitcoins zu akzeptieren, würden sie auch ähnliche Ersatzwährungen akzeptieren. Und auch wenn die Höchstzahl an Bitcoins beschränkt ist, können dennoch unbegrenzt weitere alternative Währungen geschaffen und so die Geldmenge beliebig ausgeweitet werden. Und „sobald klar würde, dass [auch bei solchen virtuellen Währungen] keine Beschränkung [der Geldschöpfung] möglich ist, werden die Leute realisieren, dass ihre Guthaben jeden Moment wertlos werden können, und die Nachfrage nach Bitcoins und ähnlichen Währungen wird zusammenbrechen und das Experiment beenden“.[217][218]

Offene rechtliche Fragen

Aufgrund der Neuartigkeit von Bitcoin und der mit dem Medium geschaffenen Verbindung bisher unvereinbarer Merkmale existieren zahlreiche bisher ungeklärte rechtliche Fragen.

Anerkennung als Geld im juristischen Sinne

In Deutschland ist Bitcoin weder Geld noch E-Geld;[219][220] allerdings ist es nach der Feststellung der BaFin eine Rechnungseinheit und somit Finanzinstrument im Sinne des KWG.[221] Dies führt insbesondere dazu, dass das gewerbsmäßige Erbringen der in § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG aufgeführten Dienstleistungen mit Bitcoins, wie beispielsweise der Online-Zahlungsmöglichkeit beim Betrieb eines Pizzalieferdienstes,[222] der Erlaubnis der BaFin bedarf.

Der Verzicht auf spezielle, restriktivere Regelungen entspricht im US-amerikanischen Raum der nur teilweisen Regulierung der „Digital currency exchanger“.

Wegen der offenen rechtlicher Fragestellungen in den USA hat die Electronic Frontier Foundation (EFF), die sich als eine Art „Bürgerrechtsorganisation des Internets“ Anerkennung erworben hat und für Informationsfreiheit als Bürgerrecht eintritt, beschlossen, keine Zahlungen mit Bitcoin mehr anzunehmen. Die EFF begründet dies mit ungeklärten Problemen u.a. in Bezug auf das Wertpapierrecht, die Stempelsteuer, Steuerhinterziehung, Verbraucherschutz und Geldwäsche und damit, dass sie ihre Aufgabe darin sehe, Personen und Organisationen bei der Wahrnehmung von Grundrechten im Netz zu unterstützen, falls diese das Ziel staatlicher Sanktionen würden; gleichzeitig wolle man aber vermeiden, selbst solchen Sanktionen ausgesetzt zu sein und hierfür Ressourcen aufwenden zu müssen.[223]

Guidelines der US-Finanzaufsicht

Am 18 März 2013 gab die Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), eine Abteilung des amerikanischen Finanzministeriums, einen Bericht heraus, der die Einstufung von zentralisierten und dezentralen virtuellen Währungen bezüglich eines Status als "Money Service Businesses" (MSB) betraf. Darin wurden digitale Währungen und Zahlungssysteme eingeordnet, die von keiner staatlichen Stelle herausgegeben werden. Nutzer von virtuellen Währungen wurden als frei von Auflagen für MSBs eingestuft. Organisationen dagegen, welche virtuelle Währungen herstellen oder als Zahlungsdienstleister aufträten, würden den Regelungen für MSB Zahlungsdienstleister unterliegen, die insbesondere Melde- und Buchführungspflichten zur Eindämmung von Geldwäsche vorsehen. Nach wörtlicher Interpretation könnte dies auch Personen betreffen, die Bitcoin-Mining betreiben: "...a person that creates units of convertible virtual currency and sells those units to another person for real currency or its equivalent is engaged in transmission to another location and is a money transmitter."[224]

Weiterhin wurden Organisationen als Zahlungsdienstleister und Wechseldienst benannt, die virtuelle Währungen für Zahlungsdienste einsetzen.[225][226] Da diese Einstufung auch Personen betreffen würde, die Bitcoin-Mining in sehr kleinem Umfang betreiben, wurden die Guidelines (die keinen gesetzlichen Charakter haben) von der Bitcoin Foundation, einer Interessenvertretung der Bitcoin-Nutzer, als zu weitgehend kritisiert.[227]

Insgesamt verbessern die Guidelines jedoch die Rechtssicherheit, da die grundsätzliche Legalität einer Nutzung von Bitcoin damit offensichtlich nicht mehr in Zweifel steht und Bitcoins erstmalig von einer staatlichen Stelle als Zahlungsmittel oder Währung eingestuft wurden.

Das Department of Homeland Security der USA hat am 15. Mai 2013 die Konten des US-Ablegers der größten Bitcoin-Börse MtGox beim Zahlungsdienstleister Dwolla wegen Betrieb eines nicht genehmigten Zahlungsverkehrunternehmens beschlagnahmt. Dieses Vergehen ist mit einer Strafe von bis zu 5 Jahren Haft bewehrt.[228]


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Wichtige Ereignisse und Medienberichte

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Verluste, Diebstähle, Hacks und Betrugsfälle

Aufgrund der genannten starken Ähnlichkeiten mit Bargeld können Bitcoins im übertragenen Sinne verloren gehen, gestohlen werden, oder durch Betrug oder Erpressung den Besitzer wechseln. Hierzu tragen neben der Möglichkeit völliger Anonymität, zeitweilig enormer Kurssteigerungen und teilweise unprofessionellem Vorgehen auch ein starkes Anwachsen von Geldgeschäften und spekulativen Angeboten seit Anfang 2011 sowie eine gewisse Wildwest-Mentalität bei.[5] Dabei erwiesen sich vor allem die Online-Börsen immer wieder als Schwachstellen.[229] Die folgende Liste von Vorfällen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.[230][231]

Diebstahl von Guthaben des Nutzers Allinvain im Wert von 500.000 USD

Am 13. Juni 2011 erklärte der Nutzer Allinvain im Forum bitcointalk.org, dass bei einem Einbruch in seinen Computer ein Betrag von 25.000 BTC, die zu diesem Zeitpunkt nach rasanten Wertsteigerungen einen Betrag von 502.750 USD entsprachen, entwendet wurden. Das gestohlene Guthaben wurde vom Dieb unerkannt wieder in den Kreislauf der Transaktionen zurück gemischt. Trotz umfassender Versuche, die Urheber ausfindig zu machen, konnte das Guthaben nicht wieder beschafft werden.[232]

Vorwurf der Verwendung für illegale Zwecke

Anfang Juni 2011 erschien ein Artikel beim Online-Portal Gawker, in dem über Silkroad,[233] eine mit dem Anonymisierungsnetzwerk Tor zugängliche Seite berichtet wurde, auf der gegen Bitcoin Drogen angeboten wurden. Dieser Bericht wurde von den amerikanischen Senatoren Charles Schumer und Joe Manchin aufgegriffen, welche ein Verbot der Seite forderten und aufgrund der Verwendbarkeit zur Bezahlung illegaler Waren die Legalität von Bitcoin allgemein in Zweifel zogen.[234] Tatsächlich spielt Bargeld bei den Aktivitäten der Schattenwirtschaft, deren gesamter Umfang in Deutschland auf etwa 12 bis 17 % des Bruttoinlandsprodukts geschätzt wird, aufgrund seiner Anonymität eine besondere Rolle. Deswegen gibt es eine Tendenz zur zunehmenden Kontrolle von Bargeld-Transaktionen. Ein Gesetzentwurf zur Optimierung der Geldwäscheprävention, der eine Registrierung bei bisher anonymen Zahlungen mit Systemen wie der Paysafecard vorsieht, wurde von der deutschen Bundesregierung vorgelegt.[235] Eine noch weitergehende Kontrolle von Zahlungsdaten durch die USA findet im Rahmen des politisch stark umstrittenen SWIFT-Abkommens statt.

Vertreter von Bitcoin-Tauschbörsen wie beispielsweise Mark Karpeles von Mt Gox oder dem Zahlungsdienstleister Dwolla erklärten daraufhin, dass sie mit Behörden bereits zwecks einer Zusammenarbeit zur Kontrolle illegaler Transaktionen in Kontakt ständen und auch weitere Vorkehrungen wie beispielsweise Auszahlungslimits getroffen worden seien.[236][237][238]

Siehe auch: Weitergabe vertraulicher Finanztransaktionsdaten an US-amerikanische Behörden im Rahmen des SWIFT Abkommens

Angriff auf größte Bitcoin-Börse Mt. Gox

Am 19. Juni 2011 erbeutete ein Angreifer bei der größten Online-Börse Mt. Gox ein Konto mit einem Guthaben von etwa 500.000 BTC (entsprach zu diesem Zeitpunkt rund 8,75 Millionen US-Dollar) und damit etwa 1/13 der gesamten zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Menge an Bitcoins. Der Angreifer platzierte eine Verkaufsorder mit einem Volumen von 100.000 BTC, zum Preis von 1 Cent pro Bitcoin anstelle des Marktpreises von rund 17 US-Dollar. Das Angebot erfüllte sämtliche offenen Kaufgesuche und führte zu einem kurzzeitigen Zusammenbruch des Handels. Der Handel bei Mt. Gox und der zweitgrößten Börse TradeHill wurde infolgedessen vorläufig ausgesetzt.

Am 20. Juni 2011 wurde von Mt. Gox als Ursache bekanntgegeben, dass es zu einem Diebstahl der Datenbank mit rund 61.000 Nutzernamen, Mailadressen und verschlüsselten Passwörtern gekommen sei.[239] Wahrscheinlich durch eine SQL-Injection konnte weiteren Analysen zufolge nicht nur die Datenbank ausgelesen werden, sondern auch die internen Kontostände des Handelssystems von Mt. Gox manipuliert werden.[240] Ein Betrag von 2.000 BTC (entsprechend rund 34.000 US-Dollar) wurde dabei von Mt. Gox in tatsächlichen Geldeinheiten an den Angreifer ausgezahlt, weitere Transaktionen wurden durch Sicherheitsmechanismen gestoppt. Zur Annullierung der Manipulation wurden die betroffenen Transaktionen im Buchführungssystem von Mt. Gox rückgängig gemacht.[241][242]

Die ausgespähten Passwörter und Mailadressen wurden auch im Internet veröffentlicht. Die Passwörter waren mit einem üblichen, nicht mehr aktuellen Verfahren entsprechend mit MD5-Hashes verschlüsselt.[239] Nutzer, die an weiteren Börsen bei fallenden Preisen verkauft haben oder unzureichende Passwörter verwendeten, erlitten aufgrund des Vorfalls vermutlich finanzielle Verluste.

Während es zu kurzfristigen Einbrüchen im Kursverlauf anderer Börsen kam, blieben die Tagesmittelpreise dort in der Folge weitgehend stabil, während sich das Handelsvolumen deutlich vergrößerte. Kommentierungen des Zwischenfalls reichten von der Vorhersage des baldigen Untergangs des ganzen Systems aufgrund seiner als mangelhaft wahrgenommenen Stabilität[243] bis zur Einstufung als eine bestandene Probe auf Robustheit und Flexibilität.[244] Langfristig wird die Wirkung des Angriffs als Wendepunkt für ein höheres Sicherheitsbewusstsein und professionelleres Vorgehen der Online-Börsen gesehen. Aufgrund seiner Verankerung in der Nutzer-Community konnte Mt. Gox seinen Marktanteil im Wesentlichen halten.

Datenverlust der Tauschbörse Bitomat.pl und überraschender Kauf durch Mt. Gox

Am 26. Juli 2011 informierte der Betreiber der drittgrößten Tauschbörse Bitomat.pl, dass es aufgrund eines Datenverlustes zum Verlust von Bitcoin-Einlagen der Kunden in Höhe von 17.000 BTC, entsprechend rund 170.000 €, gekommen sei.[245] Hintergrund ist, dass der Server auf einem Amazon-Cloud Service betrieben wurde, dabei aber auf externe Datensicherungen verzichtet wurde. Eine Änderung der Konfiguration des Speicherausbaus des virtuellen Servers führte dazu, dass alle Daten, einschließlich der wallet.dat, die sämtliche aktuellen Kundeneinlagen enthielt, gelöscht wurden.[246]

Am 11. August 2011 kündigte die japanische Betreiberfirma von Mt. Gox, Tibanne, überraschend an, den Dienst Bitomat.pl zu übernehmen und die Nutzer in die eigene Nutzerbasis zu integrieren. Dabei würden die Guthaben der Nutzer vollständig übernommen. Die Einlagen der Nutzer würden durch Mt. Gox ausgezahlt und es werde weiterhin möglich sein, polnische Złoty durch lokale polnische Banktransfers ein- und auszuzahlen.[247]

Verlust der Online-Wallets bei MyBitcoin.com

Am 30. Juli 2011 häuften sich Meldungen, dass der E-Wallet Dienst MyBitcoin.com nicht mehr erreichbar sei.[248][249] Dieser Dienst stellte Nutzern eine Online-Wallet zur Verfügung, was allerdings bedeutete, dass – wie bei Tauschbörsen ebenfalls – sämtliche dort gespeicherten Beträge dem Dienst anvertraut wurden. Schon zuvor war kritisiert worden, dass der Dienst mit einer Postfach-Adresse in Charlestown in der Republik St. Kitts und Nevis (Kleine Antillen), einem Offshore-Finanzplatz, praktisch anonym geführt wurde. Zudem gab es zuvor mehrfache Berichte von Verlusten an kleinen Teilen der Einlagen, woraus einige Nutzer den Schluss zogen, dass der Dienst nicht vertrauenswürdig sei.[250] Bis zum 5. August 2011 war über den Verbleib der Einlagen nichts bekannt. An diesem Tag veröffentlichte der Betreiber unter dem Namen oder Pseudonym Tom Williams eine Mitteilung, dass Angreifer eine Sicherheitslücke beim Deponieren von Bitcoins ausgenutzt hätten, die darin bestehe, dass nur eine einzige Bestätigung für eine Transaktion verlangt wurde, damit Einheiten gutgeschrieben wurden.[251][252][253] (Der Hintergrund dieses schon zuvor diskutierten Szenarios ist, dass jemand mit Mining-Kapazität bekannterweise ungültige Transaktionen von Bitcoins erzeugen kann, die ihm gar nicht gehören; Dies fällt erst auf, wenn die weiteren fünf benötigten Bestätigungen durch weitere Miner ausbleiben). Diese Lücke, so Williams weiter, habe zum Verlust von rund 50 % der Einlagen geführt; Die Benutzer seien aufgefordert, ihren Anteil an den verbleibenden Einlagen anzufordern. Der gesamte Verlust beträgt wahrscheinlich mindestens 250.000 US-Dollar, der größte bekannte Teilbetrag umfasst 25.000 BTC des Bitcoin-Aktivisten Bruce Wagner.[253]

Allgemein wurde der Erklärung des Betreibers aufgrund seiner Anonymität und vorher bekannt gewordenen nicht aufgeklärten Verlusten und unterstellten Diebstählen von Einlagen kein Glauben geschenkt. Ein Kollektiv unter dem Namen eines IRC-Kanals „#bitcoin-police“ startete Bemühungen, den Betreiber zu identifizieren, deren Resultat u. a. Verbindungen zum Anonymisierungsdienst Privacy Shark sowie kanadischen Hacker-Gruppen nahelegen.[253][254] Auch eine Einschaltung des FBI wurde diskutiert.

Etwa zeitgleich zum Bekanntwerden der Vorgänge fiel der Tauschkurs von Bitcoin von etwa 14 USD am 1. August auf etwa 6 USD am 7. August, möglicherweise aufgrund der Befürchtung von Abverkäufen erbeuteter Beträge. Der Kurs erholte sich anschließend wieder auf rund 10 USD am 9. August.

Entwendung von Bitcoin-Wallets bei Linode

Am 1. März 2012 wurden bei einem Einbruch auf acht Kundenkonten auf Server des Cloud-Providers Linode Wallet-Daten im Gegenwert von 40.000 BTC, entsprechend rund 150.000 €, ausgespäht. Zu den Kunden gehörten Dienstleister und Bitcoin-Börsenbetreiber. Verantwortlich für den Einbruch war ein Fehler in der Management-Software des Cloud-Servers, ein Verschulden der Kunden wurde nicht ermittelt.[255] Zu den Geschädigten gehörte neben dem Inhaber des Mining-Pools Shlush[256] und dem von Gavin Andresen betriebenen Bitcoin Faucet die Betreiber der Börse Bitcoinica, welche neben Devisenhandel auch spekulative Geschäfte ermöglichte. Die Börse, die von dem 17-jährigen Chinesen Zhou Tong betrieben wurde, wurde daraufhin zu einem registrierten Finanzdienstleister umgewandelt und von mehreren Mitgliedern der Community (Donald Norman, Patrick Strateman und Amir Taaki) legal betreut. Der Betreiber der Slush Pools erklärte, seinen Verlust persönlich zu tragen.

Am 12. Mai 2012 wurde bekannt, dass bei einem Einbruch in Server der Bitcoin-Börse Bitcoinica 18547 BTC im Wert von rund 87.000 USD entwendet wurden. Als Ursache wurde ein unzureichend gesicherter E-Mail-Server angegeben.[257][258] Aufgrund des nur kurze Zeit vorher erfolgten Zwischenfalls bei Linode wurde die Verfügbarmachung so großer Beträge online durch den chinesischen Betreiber stark kritisiert. Am 30. Juli erfolgte ein dritter Zwischenfall, bei dem in den MtGox Account von Bitcoinica eingebrochen wurde und 40.000 BTC verloren gingen. Nachdem Transaktionen aus diesem Guthaben auf den Eigentümer Zhou Tong zurückgeführt wurden, gab dieser an, den gestohlenen Betrag vom Dieb zurückerhalten zu haben.[259][260]

In der Folge wurde am 1. August 2012 die Liquidierung von Bitcoinica bekannt gegeben.[261][262]

Schneeballsystem „Bitcoin Savings and Trust“

Etwa am 18. August 2012 brach das bisher größte Schneeballsystem „Bitcoin Savings and Trust“ zusammen, welches von einem Individuum mit dem Pseudonym Pirateat40 initiiert wurde. Den „Investoren“, die vorher von zahlreichen Forennutzern vor dem offensichtlichen Ponzi-Schema gewarnt worden waren, waren Gewinne bis zu 7 % wöchentlich in Aussicht gestellt worden.[263][264] Der gesamte Schaden wird auf bis zu 500.000 BTC geschätzt.[265] Aufgrund zuvor bestehender Kontakte wurde Pirateat40 mit den Aliasnamen Don Shrents und Trendon Shavers identifiziert, letzteres ist sein mutmaßlicher realer Name.[266][267]

Verlust von Nutzereinlagen bei der Tauschbörse bitmarket.eu

Im Forum Bitcointalk.org häuften sich etwa ab dem 8. Dezember Meldungen, dass bei der auf Spendenbasis angebotenen Tauschbörse bitmarket.eu, die als Treuhanddienst (Escrow Service) bzw. auf Basis von Hinterlegung der zu verkaufenden Einheiten konzipiert war, Auszahlungen aus dem Treuhandkonto verzögert oder gar nicht stattfanden. Am 22. Dezember wandte sich der polnische Betreiber über das Forum an die Nutzer. Er erklärte, dass er (entgegen dem Versprechen eines Treuhanddienstes) mit den Einlagen der Nutzer spekuliert habe und Einlagen bei der Börse Bitcoinica angelegt habe, die sich Anfang August für zahlungsunfähig erklärte. Insgesamt habe er dabei rund 20.000 BTC, entsprechend rund 200.000 EUR, verloren. Da er kein eigenes Vermögen habe, sei er nicht in der Lage, die Einlagen der Nutzer zurückzuzahlen.[268] Der Dienst war – ebenfalls Anfang August – vom Initiator an den Programmierer der Website übertragen worden.[269]

Ein polemischer Kommentar des Rumänen Mircea Popescu zur Zukunft der Börsen äußerte:

"[ ... ] the time of cowboy style, “one man and his hopes” fiat-BTC exchanges has passed. The exchange market is moving into a new phase. There is room on it for MtGox, on account of its old age and well known brand, and for people like the Frenchies doing that bitcoin-central partner-with-a-bank thing. All other exchanges are going out, and things being what they are the majority of them will be going out uncleanly. "[270]

Demnach seien für die Zukunft eine Vielzahl von Insolvenzen bei den kleineren und weniger professionell geführten Börsen zu erwarten.

DDoS Angriff auf MtGox und weitere Börsen

Am 3. April 2013 war die Tauschbörse MtGox mehrere Stunden kaum erreichbar. Das Unternehmen bestätigte, Ziel eines massiven Distributed Denial of Service (DDoS) Angriffs geworden zu sein. Dieser verursachte schlechte Erreichbarkeit und starke Verzögerungen bei der Abwicklung von Ordern, was nervöse Kunden dazu veranlasste, Guthaben zu verkaufen und zu temporär massiv fallenden Kursen führte. Möglicherweise sei die Absicht der Angriffe, die Kurse gezielt zu manipulieren.[271]

Auch weitere bekannte Dienste mit Bitcoin-bezogenen Angeboten wie der Anbieter Coinbase oder die Online-Poker Site „Seals With Clubs“ waren in den Tagen zuvor Ziel von DDoS-Attacken geworden, in den folgenden Tagen waren weitere Börsen betroffen.

Schließung der Börsen BitFloor und Bitcoin24

Die viertgrößte Börse BitFloor wurde am 17. April 2013 geschlossen. Der Grund hierfür war die Sperrung der Konten durch die amerikanische Bank des Unternehmens, wodurch nach Auskunft des Betreibers keine ausreichende Liquidität mehr möglich war. Der Betreiber kündigte die Auszahlung aller Guthaben an.[272]

Die in Europa relevante Börse Bitcoin24 musste am 12. April den Betrieb unterbrechen, nachdem polnische Behörden das Bankkonto der Börse unter dem Vorwurf von Geldwäsche geschlossen hatten, wie der Betreiber anhand von veröffentlichen Dokumenten belegte.[273] Einer Stellungnahme des Betreibers zufolge wurde die Börse für illegale Transaktionen im Zusammenhang mit Phishing von Konten deutscher Banken missbraucht.[274] Gegen die Kontoschließung werde rechtlich vorgegangen.[275][276][277][278] Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Konto des Börsenbetreibers Simon Hausdorf beschlagnahmt und ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug.[279]

Liste weiterer Vorfälle

Datum Börse Ausgenutzte Schwachstelle Gesamtschaden Folgen
4. September 2012 BitFloor 24.000 BTC, Gegenwert 249.000 USD[280] Unterbrechung des Betriebs, Betreiber versucht Verluste auszugleichen.
11. Januar 2013 Vircurex, Cryptostocks Ausspähung von private Keys durch Ruby-on-Rails-Exploit[281] Verluste von Guthaben durch Börse ersetzt; Sehr professionelle Handhabung des Vorfalls, Fortsetzung des Betriebs am selben Tag.
28. Februar 2013 BitInstant.com Social Engineering bzw. Identitätsdiebstahl[282][283][284] 333 BTC, entsprechend 12.480 USD, Suspendierung des Betriebs bis zum 1. März
29. März 2013 Mercado Bitcoin, Brasilien Manipulation von Gutschriftcodes (Redeem Codes)[285] Verluste von Nutzerguthaben; Börse eingestellt.
3. April 2013 Instawallet.org Authentifizierung über URLs[286][287] noch nicht bekannt Korruption der internen Kontoführung, voraussichtlich Verluste von Guthaben über 50 BTC[288]; Dienst wurde eingestellt, Nutzer wurden zur Beantragung einer Erstattung aufgefordert.
25. April 2013 Bitcoin-Central und Ozcoin  ? [289] mehrere hundert Bitcoin Nutzer wurden zur Beantragung einer Erstattung aufgefordert, Börse eingestellt.
2. Mai 2013 CoinLab und MtGox [290] CoinLab, das erste fremdfinanzierte Bitcoinunternehmen, klagt gegen MtGox wegen Vertragsverletzung auf Schadenserstz iHv 75.000.000 USD und hat die Geschäftsbeziehungen eingestellt
15. Mai 2013 Dwolla [291] US Department of Homeland Security verbietet Zahlungen an MtGox

Verbreitung und weitere Ereignisse

Wachstum der Zahl gehandelter Währungen

An den Online-Börsen gehandelte Fiatwährungen beinhalten Mitte Juli 2011 US-Dollar, Britisches Pfund, Euro, Polnische Zloty, Tschechische Kronen, Australische Dollar, Chinesische Renminbi, Indische Rupien, Saudische Rial, Chilenische Pesos sowie für virtuelle Währungen wie Second Life Linden Dollar und Liberty Reserve US-Dollars.[292] Bis Ende 2012 kamen Japanische Yen, Schweizer Franken, Dänische Kronen, Russische Rubel, Schwedische Kronen, Kanadische Dollar, Brasilianische Real, Hongkong-Dollar, Neuseeland-Dollar, Singapur-Dollar und Thailändische Baht hinzu, so dass die Währungen nahezu aller wichtigen Industriestaaten vertreten sind.[293]

Startup CoinBase wirbt Investitionen von über 600.000 USD ein

Im September 2012 warb das Startup CoinBase über Crowdfunding erfolgreich über 600.000 USD Gründungskapital ein. Unter den herausragenden Geldgebern waren der Seed Incubator Y Combinator[294] mit Beteiligung des amerikanischen Programmierers und Kapitalgebers Paul Graham und weitere bekannten Technologieinvestoren, darunter Alexis Ohanian,[295]Trevor Blackwell[296] und IDG Ventures.[297][298] Das finanzierte Projekt umfasst die Entwicklung massentauglicher Zahlungsdienstleistungen für Bitcoin für den US-amerikanischen Markt, wie beispielsweise den unkomplizierten Erwerb von kleinen Beträgen und Zahlungen per Smartphone.

Einführung von Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit bei WordPress.com

Am 15. November 2012 kündigte Andy Skjelton, Betreiber des Blog-Hosters WordPress.com an, in Zukunft Bitcoin als Zahlungsmittel für Upgrades anzunehmen – eine Entscheidung, die von 71 Kommentaren begrüßt wurde. WordPress ist in den Herstellungs- oder Handlungsprozess nicht eingebunden und erhält ausschließlich USD als Zahlung. Es ist mit rund 60 Millionen Websites einer der weltweit größten Blog-Hoster.

In der Begründung schrieb Andy Skelton:

„Bei WordPress.com ist unsere Mission, Publizieren demokratisch zu machen - zugänglich und einfach für jeden. Und während jedermann einen kostenlosen Blog bei uns starten kann, kann nicht jeder Upgrades erwerben. [ ... ]
Heute ändert sich dies: Sie können nun WordPress.com Upgrades mit Bitcoins erwerben.
PayPal alleine blockiert den Zugang aus über 60 Ländern, und viele Kreditkartengesellschaften haben ähnliche Beschränkungen. Manche sind aus politischen Gründen blockiert, manche aufgrund größerer Häufigkeit von Betrug, und andere aus anderen finanziellen Gründen. Was immer die Gründe auch sind, wir denken nicht, dass ein Blogger aus Haiti, Ethiopien oder Kenya einen reduzierten Zugang zur Blogosphäre haben sollte aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten, auf die sie keinen Einfluss haben.
Wir stellen keine Bitcoin her oder handeln sie... Unser Partner stellt die Umtauschrate fest, rechnet das in USD um und überweist uns die Zahlung als Dollar.[299]

Kooperation der französischen Börse Bitcoin-central mit dem Zahlungsdienstleister Aqoba

Am 7. Dezember 2012 gab die vom Unternehmen Paymium (einer Website ohne bekannte Kontaktdaten) betriebene französische Handelsplattform Bitcoin-central (einer Handelsplattform, die mittlerweile zeitweise wieder online ist) bekannt, dass sie nach intensiven Gesprächen mit den Regulierungsbehörden TRACFIN, ACP und der Banque de France eine Kooperation mit dem lizenzierten Zahlungsdienstleister Aqoba eingegangen sei. Aqoba wiederum ist Partner der Bank Credit Mutuel Arkéa. Somit hat Bitcoin-central einen direkten Zugang zum europäischen Banksystem und kann für seine Kunden reguläre Fiat-Geld-Konten mit IBAN führen, auf die Überweisungen direkt gut geschrieben werden können, sowie Debitkarten ausgeben.[300] Hierdurch sind Fiat-Guthaben durch das System der Banken-Einlagensicherung (Fonds de garantie des dépôts) geschützt, im Gegenzug wird der Dienst einschlägigen Regulierungen unterworfen. Kunden müssen sich in Anwendung von Know your Customer Prinzipien identifizieren, wenn sie z. B. Zahlungen über einem Limit von 250 € oder 8.000 € pro Jahr tätigen.[301]

In der Praxis bedeutet das für den Zahlungsverkehr einen Status, der weitgehend dem einer Bank ähnlich ist, allerdings ohne die Möglichkeit, Kredite auszugeben oder auf Rückzahlung der Einlagen zu bestehen.[302][303][304]

Weil in der Vergangenheit Bitcoin Exchanges immer wieder erhebliche Probleme mit Zahlungen über europäische Banken hatten und die geringe Regulierung als Risiko und der unklare legale Status als möglicher Anlass für die Schließung von Börsen gesehen wurde, wurde diese Kooperation als großer Fortschritt für die Integration und legale Anerkennung von Bitcoin ins bestehende Geldwesen gesehen. In der Öffentlichkeit gab es hierzu ein sehr positives Echo, während einige Vertreter der Bitcoin-Community, die z. B. aus libertaristischen politischen Positionen heraus ein vom bestehenden Bankwesen völlig unabhängiges System anstreben, die Kooperation kritisierten.[305]

Nach einem Diebstahl von mehreren Hundert Bitcoins wurde die Börse im April 2013 vorübergehend geschlossen – laut Aussage der Betreiber, um das Sicherheitskonzept zu überarbeiten.[306]

Zahlungsdienstleister BitPay wirbt 510.000 USD von Investoren ein

Am 7. Januar 2013 gab der Zahlungsdienstleister BitPay bekannt, zusätzlich 510.000 USD an Investitionen eingeworben zu haben. Das Unternehmen bietet Bitcoin-basierte Webshop-Lösungen und die Handhabung der Zahlungen für Firmen im Online-Handel an. Zu den Investoren zählten Shakil Khan, Barry Silbert, Jimmy Furland und Roger Ver. Die Erhöhung des Kapitals sei im Zuge einer Entwicklung sinnvoll gewesen, bei der das Unternehmen nach der Entscheidung von WordPress eine Gesamtzahl von 2100 Firmen als Kunden gewonnen habe.[307]

Aufkommen von ASIC-basierter Hardware zum Mining von Bitcoin

Ende Januar 2013 erscheinen erste lauffähige, kommerziell erhältliche ASIC-Systeme zum Mining von Bitcoin. Mit diesen ist es möglich, Bitcoins rund 50 Mal schneller zu minen als mit den bisherigen GPU-basierten Systemen. Dabei ist der Kapitalaufwand deutlich höher, der Stromverbrauch, welcher einen erheblichen Teil der Kosten ausmacht, jedoch erheblich geringer. Als Folge wird erwartet, dass die Schwierigkeit des Minings, die sich automatisch der Gesamt-Rechenleistung des Netzwerks anpasst, so weit ansteigt, dass GPU-basierte Systeme (wie bereits zuvor CPU-basierte Systeme) innerhalb einiger Monate weitgehend unwirtschaftlich werden.[308][309]

Bitcoinstore.com startet mit Angebot von 500.000 Elektronikartikeln

Am 4. März 2013 eröffnete der Online-Markt bitcoinstore.com mit einem Angebot von 500.000 Computer- und Elektronikartikeln aus dem Warenbestand des IT-Großhändlers Ingram Micro. Der Gründer und Bitcoin-Aktivist Roger Ver, der bereits CEO des seit dem Jahr 2000 bestehenden Online-Markts Memorydealers.com ist, nannte als explizites Ziel, mit Angeboten, welche bis zu zehn Prozent unter den einschlägigen Preisen großer Online-Händler wie Amazon.com lägen, den Kostenvorteil von Bitcoin zu demonstrieren und schließlich die großen Händler zur Übernahme von Bitcoin als Zahlungsmittel zu zwingen.[310]

Integration von Amazon Fulfillment durch BitPay

Am 6. März 2013 gab das Unternehmen BitPay bekannt, dass es die Integration des Dienstes Amazon Fulfillment[311] mit Bitcoin anbiete. Fulfillment by Amazon (FBA) ist ein Service, der es Online-Händlern ermöglicht, gegen Gebühren für die Abwicklung von Bestellung Lager und Lieferdienste von Amazon zu nutzen. Damit können Online-Händler, die diesen Dienst nutzen, Bestellungen auf ihrer eigenen Webseite entgegennehmen, die sofort mit Bitcoin bezahlt und durch Amazon ausgeführt werden. Anders als bei konkurrierenden Zahlungsmethoden wie PayPal können Bestellungen vollständig automatisiert an Amazon weitergeleitet werden und sind aus allen Ländern der Welt möglich.[312][313]

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Literatur

Presseartikel

2011

2012

2013

Bücher

  • Michael Caughey: "Bitcoin Step by Step", Amazon 2013 (eBook)
  • Travis Batterson: "Bitcoin: A Basic Explanation of Everything", Amazon 2012 (eBook)

Wissenschaftliche Artikel und Paper

Eine Übersicht über zahlreiche weitere wissenschaftliche Artikel findet sich im Wiki des Bitcoin Projekts[314].

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Zitate

The mission [about bitcoin] is really to create a stable worldwide currency for the internet. And to let people all over the world to transact with each other as easily as people all over the world send email to each other.
I think bitcoin will have a similar adoption as email, which started out with the very technologically literate and spread to be more and more ubiquitous as it became easier to use. And just as it got easier to use email, it will be easier to use Bitcoin as people invest in it and become more familiar with it. - Gavin Andresen [315]
Deutsch: Die Aufgabe ist in Wirklichkeit eine stabile weltweite Währung für das Internet zu schaffen. Um Menschen auf der ganzen Welt Geschäfte abwickeln zu lassen, so einfach wie das versenden einer E-Mail.
Ich meine Bitcoin wird eine ähnliche Bedeutung erlangen wie E-Mail welche auch als ein sehr technisches Konzept begann und mehr und mehr allgegenwärtig wurde als die Anwendung einfacher wurde. So wie es einfacher wurde E-Mails zu nutzen, wird es einfacher werden Bitcoin zu benutzen wenn mehr Menschen ihr Geld anlegen und vertrauter damit werden.

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Weblinks

 Commons: Category:Bitcoin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Podcasts
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Einzelnachweise

  1. https://en.bitcoin.it/wiki/FAQ#Do_I_need_to_configure_my_firewall_to_run_Bitcoin.3F
  2. https://en.bitcoin.it/wiki/Protocol_specification
  3. Bitcoin Exchanges Popping Up Like Daisies, Bitcoin Money 28. Juli 2011.
  4. Bitcoin Charts: Currencies, abgerufen am 18. Februar 2013.
  5. abc Naomi O'Leary: Bitcoin, the City traders' anarchic new toy, Reuters, 2. April 2012.
  6. Einzelheiten und Nachweise siehe im Abschnitt "Anwendung"
  7. Jittery Spaniards Seek Safety in Bitcoins, Bernhard Warner auf businessweeek.com, 20. März 2013]
  8. Das Bitcoin Whitepaper als PDF
  9.  Satoshi Nakamoto: Bitcoin P2P e-cash paper. 2008 (mail-archive.com, abgerufen am 5. Juni 2011).
  10.  Satoshi Nakamoto: Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. 2008 (bitcoin.org (PDF)).
  11. Simone Fischer-Hübner: IT-Security and Privacy. Design and Use of Privacy-Enhancing Security Mechanisms. (PDF; 173 kB) Lecture Notes in Computer Science, TU Darmstadt, Volume 1958, 2001, doi:10.1007/3-540-45150-1, Springer Verlag Berlin / Heidelberg 1999.
  12.  Nick Szabo: Bitcoin, what took ye so long?. 28. Mai 2011 (unenumerated.blogspot.com, abgerufen am 4. Juni 2011).
  13. Bitcoin Drama: The New Yorker’s Joshua Davis Attempts to Identify Bitcoin Creator Satoshi Nakamoto (engl.)
  14. Satoshi Nakamoto, bitcoin wiki
  15. Block 0 – Bitcoin Block Explorer. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  16. Bitcoin v0.1 released. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  17. SourceForge.net: Bitcoin. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  18. The Rise and Fall of Bitcoin. Wired. Abgerufen am 13. Oktober 2012.
  19. Originalzitat:
    The root problem with conventional currency is all the trust thats required to make it work. The central bank must be trusted not to debase the currency, but the history of fiat currencies is full of breaches of that trust. Banks must be trusted to hold our money and transfer it electronically, but they lend it out in waves of credit bubbles with barely a fraction in reserve. We have to trust them with our privacy, trust them not to let identity thieves drain our accounts. Their massive overhead costs make micropayments impossible.
    A generation ago, multi-user time-sharing computer systems had a similar problem. Before strong encryption, users had to rely on password protection to secure their files, placing trust in the system administrator to keep their information private. Privacy could always be overridden by the admin based on his judgment call weighing the principle of privacy against other concerns, or at the behest of his superiors. Then strong encryption became available to the masses, and trust was no longer required. Data could be secured in a way that was physically impossible for others to access, no matter for what reason, no matter how good the excuse, no matter what.
    Its time we had the same thing for money. With e-currency based on cryptographic proof, without the need to trust a third party middleman, money can be secure and transactions effortless.
    Best quote from Satoshi, bitcointalk.org Forum, nach User grundilu, 29. März 2011.
  20. Bitcoin is the “local currency” of the Internet, Brewster Kahle in Brewster Kahle's Blog, 20. Februar 2013, abgerufen 22. Februar 2013.
  21. Hosting.co.uk Adds BitCoin, the World's First Startup Digital Currency, to Available Transaction Methods, Presseerklärung auf MarketWatch,com vom 15. Februar 2013.
  22. Trade. Abgerufen am 30. September 2011 (Liste von Händlern, die Bitcoin akzeptieren (auf en.bitcoin.it)).
  23. Handel. Abgerufen am 30. September 2011 (Liste von Händlern, die Bitcoin akzeptieren (auf de.bitcoin.it)).
  24. https://bitcointalk.org/index.php?topic=124482.0
  25. Mega now accepts Bitcoin as payment, also hints at e-mail, chat, voice expansion
  26. Mega update: Dotcom’s service now accepts Bitcoin, will expand into email, chat, voice, video, and mobile, Emil Protolanski, 16. Februar 2013 auf The Next Web
  27. Reddit News Site Now Accepts Bitcoin, Bailey Reutzel, American Banker, 15. Februar 2013.
  28. Reddit to accept bitcoin for premium service. The site follows WordPress in accepting the virtual currency for payments, Jeremy Kirk, 14. Februar 2013, Computerworld.com
  29. Reddit Starts Accepting Bitcoin for Reddit Gold Purchases Thanks To Partnership With Coinbase, Drew Olanoff, 14. Februar, techcrunch.com
  30. Reddit and Kim Dotcom's New Mega Site Are the Latest Greatest Bitcoin MerchantsMorgen Peck, IEEE Spectrum, Tech Talk Blog, 21. Februar 2013]
  31. GoWest :Bitcoin in 2012: By the Numbers, Bitcoin Blog 31. Dezember 2012.
  32. Bitcoin virtual currency can now be used to pay for pizza, BBC News, 12- Februar 2013.
  33. Pizza mit Bitcoins bezahlen – schafft es die digitale Währung endlich in die echte Geschäftswelt?, 14. Februar 2013, Basic Thinking Blog
  34. PizzaForCoins Lets You Pay For Your Pies With (A Lot Of) Bitcoins, Joe Satran, 12. Februar 2013, Huffington Post
  35. Earn Bitcoin with Heyzap Ads, Heyzaps Developer Blog, abgerufen 5. April 2013.
  36. Local Governments Can Now Accept Bitcoin with E-Gov Link, Kyt Dotson, Silicon Angle, 1. April 2013.
  37. https://en.bitcoin.it/wiki/Trade#Travel_.2F_Tourism_.2F_Leisure
  38. Dark Stone Bromelias Practice Center, Listung auf der Webseite bitcoin.travel, abgerufen am 5. April 2013.
  39. 9flats, The European Airbnb Competitor, Now Accepting Bitcoin Payments, Steve O'Hear, TechCrunch, 4. April 2013.
  40. 10 Things You Didn't Know You Can Buy with Bitcoins, J.P. Hicks auf activistpost.com, 4. April 2013.
  41. Porsche Sells For 300 Bitcoins In Latest Sign The Virtual Currency Is Going Kablooey, Mark Gongloff auf Hufftington Post, 3. April 2013.
  42. Canadian man to sell house for Bitcoin virtual currency, BBC News, 20. März 2013.
  43. Alberta man may be first to sell house for bitcoin virtual currency, John Greenwood, 13. März 2013 auf Financial Post.com
  44. Pay Your Rent (Directly) in Bitcoin, Pressemeldung von AE Property Management, Memphis
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  46. Spenden. Abgerufen am 30. September 2011 (Liste von Organisationen, die Spenden in Bitcoin akzeptieren (auf de.bitcoin.it)).
  47. charitable organizations. Abgerufen am 30. September 2011 (Liste von Organisationen, die Spenden in Bitcoin akzeptieren (auf witcoin.com)).
  48. Bitcoin Gone Wild, Nicolas Fischer, Bitcoin Magazine, 4. April 2012.
  49. http://outrageousrequests.com/
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  52. Hartley Henderson: [Bitcoin Betting Grows in Popularity Bitcoin Betting Grows in Popularity], 10. Dezember 2012, Offshore Gaming Association
  53. https://en.bitcoin.it/wiki/Introduction#How_many_people_use_Bitcoin.3F
  54. Here's how you can anticipate a coming crash/correction, User bootlace auf bitcointalk.org, 29. März 2013.
  55. Ron, Dorit, and Adi Shamir Quantitative Analysis of the Full Bitcoin Transaction Graph (PDF; 1,9 MB). IACR Cryptology ePrint Archive, 2012: 584, 2012.
  56. http://sourceforge.net/projects/bitcoin/files/stats/map?dates=2013-03-01%20to%202013-03-29
  57. Bitcoin apps soar in Spain - will the Cyprus shocker boost virtual currencies?, Tero Kuittinen, 18. März 2013.
  58. Auch die Abrufzahlen von Wikipedia-Seiten zeigen für den März 2013 ein exponentiell ansteigendes Interesse, siehe http://stats.grok.se/es/latest90/Bitcoin
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  60. How can you tell how many users Bitcoin has?, bitcoin stack exchange, 16. September 2012.
  61. http://www.reddit.com/r/Bitcoin/comments/1duqxw/40000_readers_on_rbitcoin/
  62. Von Markus Beckedahl: Unser Blog soll schöner werden (VI): Crowdfunding? netzpolitik.org, 11. Januar.2013.
  63. Bitcoin and the ASIC Conundrum -- Jan. 2013 Revision, Andre Korb, 10. Januar 2013 auf Google Docs
  64. Bitcoin and the ASIC Conundrum, Andre "Korbman" Korb, 21. August 2012, bitcointalk.org Forum
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  67. Bitcoin: Das gefährlichste Open Source Projekt aller Zeiten? Dieter Petereit, 16. Mai 2011, t3n.de
  68. http://go-bitcoin.com/2011-01-23-bitcoin-sicherheit-digitale-signatur
  69. http://public.fh-wolfenbuettel.de/~gerndt/ecc-speidel.pdf
  70. Strange block 74638 bitcointalk.org Forum, 15. August 2010.
  71. Bitcoin version 0.3.23 released
  72. Heise: Litecoin und PPCoin statt Bitcoin
  73. Why Bitcoin Matters: It's the Payment System, Stupid!" Marc Hochstein, American Banker am 4. April 2013.
  74. en.bitcoin.it
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  77. Fergal Reid, Martin Harrigan: An Analysis of Anonymity in the Bitcoin System. 22. Juli 2011, arXiv:1107.4524v1
  78. Ein Zweifelsfall betrifft den Eigentümer von Bitcoinica, Zhou Tong, der angab, gestohlene Guthaben zurückerhalten zu haben: https://bitcointalk.org/index.php?topic=83794.0#post_july_2012_bitcoinica_theft
  79. Buying bitcoins. Abgerufen am 30. September 2011 (Liste von Dienstleistern, die Bitcoins verkaufen (auf en.bitcoin.it)).
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  96. One-time password#Proprietary tokens
  97. Google Authenticator
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  99. Secure Trading, Informationen zum Web of Trust von Bitcoin-OTC
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  101. [https://mtgox.com/press_release_20130515.html MtGox: Statement Regarding DHS court Order]
  102. Als „hart“ werden Zahlungsmethoden bezeichnet, die nicht reversibel sind. Da Bitcoins sehr „hart“ sind, sind „harte“ Zahlungsmethoden besser für den Erwerb geeignet und weniger betrugsanfällig als „weiche“, wie z. B. Kreditkarte oder Paypal. Siehe https://en.bitcoin.it/wiki/Payment_methods
  103. https://forum.bitcoin.de/marktplatz-bitcoin-de/121-moeglicherweise-bitcoin-betrug.html
  104. Original-Client auf SourceForge
  105. Multibit
  106. Electrum
  107. Bitcoin Wallet auf Google Play
  108. Bitcoin Wallet in der BlackBerry World
  109. Armory
  110. en.bitcoin.it
  111. Bitcoin for Android: Mobile Payment mit virtueller Währung, Dieter Petereit, 6. Juli 2011 auf t3n.de
  112. Bitcoin: Android-App für die digitale P2P-Währung verfügbar, Frank, 6. Juli 2011, Andriodnews.de
  113. Bitcoin payments go mobile with Bitcoin for Android, Matt, 6. Juli 2011, thenextweb.com
  114. release announcement für Bitcoin Wallet
  115. https://github.com/schildbach/bitcoin-wallet/
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  117. Bitcoin: Neue Web-Währung mittels Peer-to-Peer-Software, Netzwelt.de, abgerufen am 28. Juli 2011.
  118. Bitcoin's Value is Decentralization, Paul Bohm, 17. Juni 2011 auf paulbohm.com, abgerufen am 4. April 2013.
  119. The Byzantine Generals' Problem, Autor: Satoshi Nakamoto
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  124. Bitcoin.org FAQ: I’ve been mining for a long time and haven't created any new Bitcoins. What’s wrong?
  125. bitcoinwatch.com
  126. Florian Hofmann, Jörn Loviscach: Virtuelles Vermögen. Die Digitale Währung Bitcoin. c't Nr. 17 vom 1. August 2011, S. 74–79, Heise Verlag, Hannover
  127. http://blockchain.info/stats
  128. https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison#ASICs
  129. blockchain.info: Bitcoin Blockchain Größe
  130. Bitcoinwiki: Indicents, Incident CVE-2010-5139
  131. Strange block 74638 bitcointalk.org Forum, 15. August 2010.
  132. Bitcoin-development Warning: many 0.7 nodes break on large number of tx/block; fork risk Pieter Wuille, Bitcoin-development-Mailliste, 12. März 2013.
  133. A successful DOUBLE SPEND US$10000 against OKPAY this morning, User Macbook air am 12. März 2013 auf Bitcointalk.org
  134. Major glitch in Bitcoin network sparks sell-off; price temporarily falls 23%. It hit a low of $37 as developers scrambled to fix the problem. Timothy B. Lee, Ars Technica 12. März 2013]
  135. Alert: chain fork caused by pre-0.8 clients dealing badly with large blocks, Peter Wuille, 12. März 2013 auf bitcointalk.org
  136. Bitcoin blockchain issue - bitcoin deposits temporarily suspended. Pressemeldung, Mt Gox / Tibanne Ltd., Tokyo, March 12. März 2013>
  137. Now that it's over: The blockchain FORK explained for regular users. ELI5 Style!, DanielTaylor reddit.com/r/Bitcoin, 12. März 2013.
  138. Major Bug In The Bitcoin Software Tests The Community And The Exchange Rate, Morgen Peck, IEEE Spectrum 12. März 2013.
  139. en.bitcoin.it
  140. Some Thoughts on Bitcoin, Präsentation von Dan Kamninski aufbrufbar von Slideshare.com
  141. Bit-Pay: Solving The Bitcoin Merchant Problem, btcnn.com, 11. August 2011.
  142. Virtuelle Währung Bitcoin: technische Probleme, Handelsaussetzung, Kursschwankungen, Jürgen Kuri, heise online, 12. April 2013.
  143. BitPay processes over $2 million in Bitcoin transactions for March, Pressemeldung von BitPay auf Finextra.com, 21. April 2013.
  144. Lieber Ku Klux Klan als WikiLeaks. In: Süddeutsche Zeitung
  145. Op-Ed: WikiLeaks using card’s own campaign to fight back? Priceless. Melissa Higgins, 1. Juli 2011, digitaljournal.com
  146. WikiLeaks releases advertisement coinciding with the six month unlawful banking blockage against it, WikiLeaks auf wikileaks.org, 28. Juni 2011.
  147. New York General Assembly: Donations, abgerufen 13. Oktober 2011.
  148. Occupy Wall Street Protesters Accepting Donations in Bitcoin; Big Test for the Controversial Virtual Currency New World Notes, 3. Oktober 2011.
  149. http://www.bund-berlin.de/bund_berlinde/spenden/bitcoin_spenden/bitcoin_english.html
  150. OperationStörerhaftung, Freifunk Rheinland e.V., 26. Dezember 2013.
  151. Die Summe der im Rahmen der "Operation Störerhaftung" eingegangenen Spenden betrug am 4. April 2013 40.8 BTC https://blockchain.info/address/12YnJY2GHdyCw3LDsUiq39AXkDaM158EiD
  152. GoWest :Bitcoin in 2012: By the Numbers, Bitcoin Blog 31. Dezember 2012.
  153. Reddit News Site Now Accepts Bitcoin, Bailey Reutzel, American Banker, 15. Februar 2013.
  154. Reddit to accept bitcoin for premium service. The site follows WordPress in accepting the virtual currency for payments, Jeremy Kirk, 14. Februar 2013, Computerworld.com
  155. Reddit Starts Accepting Bitcoin for Reddit Gold Purchases Thanks To Partnership With Coinbase, Drew Olanoff, 14. Februar, techcrunch.com
  156. After employees opt to be paid in Bitcoin, the Internet Archive asks for donations in the digital currency, Emil Protalinski, The Next Web, 21 Februar 2013.
  157. Employees to be Paid in Bitcoin: Please Donate, brewster, 21. Februar 2013, Internet Archive Blogs
  158. SURPLUSTRADERS.NET IS NOW ACCEPTING BITCOINS AS PAYMENT!, surpbitcoin auf bitcointalk.org
  159. / 8 Vendors You Didn't Know Accepted Bitcoins, Matt Petronzio auf mashable, 29. März 2013.
  160. Siehe Namecheap (en)
  161. Domain registrar and Web host Namecheap begins accepting payment via Bitcoin, Jon Russell, The Next Web am 5. März 2013.
  162. Namecheap is now accepting Bitcoin payments, Meldung auf namecheap.com am 5. März 2013.
  163. Bitcoin Comes to World’s Largest Online Poker Network, Nick Jones, pokerfuse.com, 6, März 2013.
  164. IPoker in der engl. Wikipedia
  165. Expensify Now Offers Support For Bitcoin, An Alternative To PayPal For International Contractors, Alex Williams, TechCrunch, 27. März 2013.
  166. Expensify Brings Bitcoin to Main Street, Patrick Clark, 29. März 2013, Bloomberg Businessweek
  167. Game Change: OkCupid and High-End Porn Monger MetArt Now Take Bitcoin, Daniel Stuckey, Motherboard Blog, 17. April 2013.
  168. OKCupid To Begin Accepting Bitcoin Payments For Premium Features, Betsy Isaacson, The Huffington Post, 16. April 2013.
  169. OKCupid says it will accept Bitcoin, as currency falls to recent low, Cyrus Farivar, ars technica 16. April 201
  170. Foodler Becomes First Food Ordering Service to Accept Bitcoin Payments, Pressemeldung, The Wall Street Journal, 17. April 2013.
  171. 9flats, The European Airbnb Competitor, Now Accepting Bitcoin Payments, Steve O'Hear, TechCrunch, 4. April 2013.
  172. http://netzpolitik.org/spenden/#bitcoin
  173. Netzpolitik.org macht eine Spendensammelaktion, Felix von Leitner, Fefes Blog, 15. April 2013.
  174. One Foundation (en)
  175. More than 260 BTC donated to China earthquake rescue
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Zuletzt geändert am 21. Mai 2013 um 00:23